Trainingswochende 21.-22.09.13

Wir haben an beiden Tagen trainiert, allerdings in unterschiedlicher Besetzung.

Am Samstag waren:

Jens mit Gizmo

Nadine mit Nele

Monika mit Anton

Erhard mit Max

Ivonne mit Fiene

am Start.

Trainingsschwerpunkt waren der Grundgehorsam, die Steadiness und das Annehmen von Richtungen.

Am Sonntag gingen:

Gunter mit Sheila

Janina mit Baja

Ivonne mit Fiene

ins Rennen.

Trainingsschwerpunkte auch hier Grundgehorsam, Steadiness und das Annehmen von Richtungen auch unter starker Verleitung.

Ja, ich gebs zu. Es war schwer. Ihr habt geschwitzt und die Hunde waren nah an ihren Grenzen. Aber ich persönlich finde, alle können sehr zufrieden sein. In den letzten beiden Tagen ist mir wieder mal bewusst geworden wie gut wir uns alle entwickelt haben.

Advertisements

Abgesagt…

hatten wir das Training für heute. Da das Wetter sich wieder von seiner besten Seite zeigte und Frau Holle die Kissen kräftig schüttelte wollten wir für alle unnötige Fahrerei vermeiden. Jens, immer noch erkrankt sagte auch noch ab.

Ich versuchte dann – vergeblich – Nadine zu erreichen. Festnetz, Handy, SMS … keine Reaktion und so klingelte es pünktlich um 12:55 Uhr. Schnell in die Klamotten gehüpft und die Hunde eingeladen.

Ja genau, … die Hunde … Mehrzahl! Nachdem ich leidvoll festellen musste, dass der Anstieg diverser Hormone während der Läufigkeit kongruent zum Abfall der Sehkraft, Nasenleistung und der Gehirnaktivität steht wollte ich heute Fiene nur eine Miniaufgabe im Training arbeiten lassen. Damit ich mich aber nicht langweile 😉 und weil ich überhaupt so gut drauf war, wollte ich Hannes auch mal wieder ein bisschen Dummyspaß gönnen.

Teilnehmer:

  1. Monika mit Anton
  2. Ivonne mit Delphin … and „the incredible“… Hannes
  3. Nadine mit Nele

Trainingspunkte:

  • Einfach- und Doppelmarkierung
  • Steadiness und Fußarbeit

Wetter: wechselhaft                   Verleitung: teilweise Mist auf der Wiese 😉

Zuerst arbeitete jedes Team allein. Einzelmarkierung mit div. Zwischenaufgaben. Einfach wegdrehen, auf das Dummy zulaufen, Appell Übungen usw.

Hannes, schon länger nicht bei einem Training dabei schlug sich mehr als beachtlich. Im ersten Durchgang brauchten wir nicht lange und er war „bei mir“. Er ließ sich schön von den Markierungen wegdrehen und war auch sonst sehr gehorsam. Zur Belohnung gabs jede Menge Leckerchen und natürlich das ein oder andere Dummy.

Ich möchte natürlich nicht verheimlichen, dass wir die letzten Wochen ein ständiges Schleppleinentraining absolvieren und er diese auch heute „mitschleppte“. Es wäre töricht zu glauben, dass er seine Chancen für erfolgreichen Ungehorsam, ohne Schleppleine durchaus anders bewertet hätte.

Für Nele stand außerdem „Spaß“ auf dem Programm. Die meisten der geworfenen Dummys wurden von mir wieder eingesammelt und Nadine belohnte Nele mit spielen für ihr aufmerksames Beobachten und den Gehorsam.

Danach wiederholten wir die Aufgaben für Monika und Anton. Auch für ihn und Monika sollte es darum gehen das Geschehen zu beobachten und dann, gehorsam etwas anderes zu tun. Das viel ihm zuerst wirklich schwer wurde aber im Laufe des Trainings zunehmend besser.

Wiedereinmal zeigte sich, dass das Training mit Hunden in erster Linie das Training der Menschen ist. Oft sind wir es, die nicht „100% beim Hund oder beim Geschehen sind“! Wie sollen wir das dann von unserem Hund verlangen. Wir besprachen die Wichtigkeit von Timing und Belohnung / Belohnungsrate und die Sache mit der Erwartungshaltung.

Aufgabe 1

Aufgabe 1

Eine  einfache Markierung die immer mit Zwischenaufgabe gearbeitet wurde.

Aufgabe 2

Aufgabe 2

Doppelmarkierung. Zwei Teams stehen am Startpunkt und beobachten wie die beiden Dummys geworfen werden. Danach geht jedes Team auf „seine“ Markierung zu. Hier zeigte sich deutlich, dass Anton für derartige Aufgaben noch nicht bereit ist. Wir brachten den Durchgang gut zu Ende und Monika ging mit Anton ein bisschen spielen. Nele arbeitet dann die Doppelmarkierung und war dann – fertig.

Dann kam Hannes nochmal zum Einsatz. Nachdem Monika überhaupt nicht verstehen konnte, wie ich „solch schlimme Sachen“ über ihn erzählen konnte. Suchte ich diesmal etwas aus von dem ich wusste … das … geht schief!

Hannes bekam also eine Einzelmarkierung geworfen (Bild 1). Dann drehten wir uns weg und Nadine sammelte die Markierung wieder ein. Zurückdrehen – „Apport“ – Im Fallbereich angekommen – gab ich Hannes den Sitzpfiff ….. Tüüüüüüüüt …. Keine Reaktion, noch nicht mal ein Zucken in meine Richtung ….. Tüüüüüüüüüüüüt …… Ich hab Ohrgeräusche, ach ne, da war nix ……… TÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜT !!!!!!! …… Hääääääh, ach ja, – Hannes sitzt – HappyDummy….

Im zweiten Durchgang stellte sich das ganze etwas anders dar. Apport – Tüüüüüüüüt – nagutichsetzmichmalllangsamhin- und sofort ging ich, ihn immer wieder lobend, zu ihm um ihn dann, dort wo er saß aus dem Futterbeutel zu belohnen. Und was macht man wenn s am schönsten ist… genau … aufhören.

Und dann kam Polly Fiene. Ich holte sie aus dem Auto und ging mit ihr in Richtung des Startpunktes auf der Wiese. Auf dem Weg dort hin warf ich zwei Dummys an das Ende einer Hecke und sie durfte zusehen.

Verleitung

Dann bebrrrte und bejeeepte Monika auf der Wiese auf der anderen Seite des Weges ein Blind (vier Dummys ausgelegt).

Minidummys1

Wir drehten uns um 180° und unsere Doppelmarkierung fiel. Erst oben dann unten. Ich schickte Fiene auf D1 und sie zischte los …. und weiter …. durch den Fallbereich und weiter ….. drehte ab …. rannte  zu Nadine und versuchte hartnäckig ein Dummy bei ihr zu klauen! Tstst! Erwähnte ich schon, das der Anstieg des Hormonspiegels dramatische Auswirkungen auf Augen, Nase und Gehirn haben… Karl, mei Drobbe!

Nochmal. Wieder ausgerichtet und geschickt. Diesmal hatten wir das Dummy dann mit Suchenpfiff drin. Dummy D2 war dann in Ordnung.

Ich drehte mich und schickte sie auf die Hecke. – Formsache –

Doppelmarkierung die Zweite. Wurf oben, Wurf unten …. D1 „Fetch it“ klappte diesmal bedeutend besser. Drehen und auf das bebrrrrte Blind schicken. Hier war die Schwierigkeit das sie ja schon an der Hecke war und dann musste sie über den Weg und schräg über den Graben. Da Monika immer noch bei dem Baum stand war es kein Problem für Fiene den Weg zum Blind zu finden. (Merkzettel: Helfer bewegen sich von bebrrten Blinds weg und stellen sich woanders hin). Danach stand noch D2 auf dem Programm und entgegen meiner Vermutung klappte das ganz gut.

Doppelmarkierung Wurf unten, Wurf oben. Geschickt auf D1 und direkt danach auf D2. Diesmal was super. Wir arbeiteten dann noch die ausgelegten Dummys ab und beendeten dann unser Training.

Training vom 16.09.2012

Teilnehmer:

  • Mandy mit Lotte
  • Nadine mit Nele
  • Gunter mit Sheila
  • Jens mit Gizmo ….. und Fankurve
  • Ivonne mit Delphin

„Lehrplan“:

  • Workingtestaufgaben -A-

Das Team steht am Startpunkt 1 und geht Hund frei bei Fuß in Richtung Punkt 2 (vom Werfer weg). Wenn das Team in Höhe von Punkt zwei ist, gibt der Helfer einen Schuß (Starterklappe) ab. Das Team dreht sich und die Markierung fällt. Dann setzt das Team seinen Weg fort bis zu einem Baumstamm. Von dort wird der Hund auf die Markierung geschickt.

Hier zeigten durchweg alle eine gute Leistung. Sicher… was zu mäkeln findet man immer…. Fußarbeit verbessern, Konzentration auf den Hund, nicht auf die Dummyweste 😉 aber …. wir wollen ja nicht in den Krümeln suchen!

Der Werfer steht durch einen kleinen Wald-/Gestrüppstreifen getrennt auf dem Acker. Das Team steht an Punkt 1. Frei bei Fuß geht es zu Punkt zwei. Es fällt ein Schuss (Starterklappe). Der Teampartner Mensch sieht Flugbahn und Fallstelle. Der Hund sieht nur einen Teil der Flugbahn.

Einige zuckten schon als ihre Hunde durch diesen Haufen Äste preschten … aber genau das wollten wir ja üben. Das Hindernis zügig überwinden und dann noch gut markieren. Dieses Mark hatte Gizmo wirklich fantastisch auf dem Schirm und auch Lotte hatte zum zweiten Mal sehr gut markiert. Für Fiene und mich begann hier die „Operation Blindfisch“ … Viel zu weit schoss sie über das Dummy, drehte aber sofort bei um beim Werfer vorbei zu schauen und es dann einzusammeln….. tststst.


In ca. 78 Meter Entfernung steht der Werfer. Nach Abgabe eines Schusses (Starterklappe) fallen nacheinander zwei Markierungen. Fallbereich ist sehr nah beieinander. Der Hund wird geschickt. Welches Dummy er zuerst holt ist „wurst“.

Die Entfernung war wirklich knackig. Sheila zeigte hier die beste Leistung und auch Gizmo hatte nur bei der zweiten Markierung etwas Schwierigkeiten… Für Nele war es fast ein bisschen zu weit aber… eben nur fast. Und dann kam … Fiene ….

Ach du Alarm!!! Das war wirklich gruselig! Sie saß am Fuß, aufmerksam, gute Körperspannung. Sie schaute genau als die Markierungen fielen um dann, in vollem Tempo an den Dummys vorbei zu düsen und völlig planlos im Gelände rumzurennen. Drei Mal haben wir das versucht und erst im letzten Durchgang die Dummys mit Ach und Krach reinbekommen. Ich glaube ihr Motto für diese Aufgabe war: „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit!!!“

Der Werfer macht ein Geräusch und legt ein Dummy (D1) auf den Weg. Danach fällt ein Schuss (Starterklappe) und die  Markierung D2 fällt. Nun soll der Hund auf D1 voran geschickt werden. Die Markierung ist also zunächst nur eine Verleitung. Wenn das Voran problemlos geklappt hat, darf die Markierung gearbeitet werden.

Das war der Prüfstein des heutigen Tages für… Lotte, Gizmo und Fiene. Es hat schon einige Versuche gebraucht um Lotto und Gizmo davon zu überzeugen, dass wir tatsächlich das langweilige voran haben wollten und nicht die tolle Markierung. Fiene schaffte es im zweiten Versuch und hatte dann auch die Markierung einigermaßen passabel gearbeitet.

Sensationell waren Sheila und Nele. Beide gingen wie an der Schnur gezogen voran und arbeiteten dann noch super ihre Markierung.

Alle Teams stehen in einer Reihe. Die Hunde frei bei Fuß. Die Markierung wird mit Geräusch geworfen. Die Flugbahn ist von der Position in der Linie zu sehen, der Fallbereich allerdings nicht, da das Gelände leicht abschüssig ist.

Nachdem die Markierung gefallen ist geht der Hundeführer alleine zu dem „roten Kreuz“. Von da wird der Hund abgerufen und dann auf die Markierung geschickt.

Hier gab es wirklich nix zu mosern. Abrufen, ausrichten, einsammeln …. Perfekt!

Als Abschlussaufgabe gab es einen Walk up. Wir gingen über einen Acker. Auf ein Brrttrrt blieben alle stehen und die Markierung fällt vor die Linie. Der Werfer bestimmt das Team welches arbeiten soll. Im zweiten Durchgang wurde auf das Kommando „behind“ um 180° gedreht, Geräusch und Markierung, der Werfer bestimmt wieder das Team. Im letzten Durchgang gingen wir wieder einfach gerade allerdings warf nun immer ein anderer Hundeführer die Markierung.

Im Walk Up zeigten dann alle nochmal eine gute Leistung. Lotte allerdings war etwas „übermotiviert“ und wollte einfach alles apportieren… Dummys, Schmetterlinge, Schatten…. Mandy konnten sie aber überzeugen, dass sie wirklich nur Dummys will 😉

Training vom 05.09.12

Teilnehmer:

  • Nadine mit Nele
  • Monika mit Anton
  • Ivonne mit Delphin

Vor einiger Zeit hatte ich mir künstlichen Duftstoff Marke „Hase“ gekauft. Heute wollte ich diesen nun zum Einsatz bringen. Ich besprühte ein Hasenfell mit der Lösung, band ein Seil drum und schnappte mir das 3 Kg schwere Hasenfell-Dummy.

Auf einer nahegelegenen Wiese zog ich eine kurze Schleppe (ca. 25 – 30 Meter + 1 –  90° Winkel). Anton, unser Gast-Mudpaw, wusste zuerst nicht, was er davon zu halten hat… Recht planlos ging er die „Operation Nasenarbeit“ an. Die Gerade hat er nicht schön gearbeitet aber als er am Ende der Schleppe war, viel ihm sofort auf, dass etwas fehlte …. dieser „Duft“ … Er fing an in den Wind zu revieren und fand das Dummy … Ohne zögern nahm er das Hasenapportel auf und brachte es zu Monika. Die hat nicht schlecht gestaunt als ihr Anton, stolz wie Bolle, auf sie zu gerannt kam.

Danach war Nele an der Reihe. Sie saugte sich an der Spur fest, verfolgte sie, ging über den Winkel, stoppte nahm Witterung auf…. und fand. Allerdings war sie nicht davon überzeugt, dass das was sie gefunden hatte auch das ist, was sie suchen sollte. So lief sie noch ein bisschen hin und her schnappte sich aber dann doch das Dummy und schleppte es zu Nadine. Mission erfüllt.

Fiene stellte sich … naja, sie stellte sich halt an. Sicherheit auf der Schleppspur sieht sicher anders aus aber auch sie kam zum Stück und schleppte es zu mir. Ich glaube nächste Woche machen wir das nochmal 😉

Danach gings auf eine andere Wiese. Wir übten mit Nele, speziell für die Dummy A, den Appell. Sie braucht dringend noch ein wenig Übung was das Merken von Fallstellen angeht. Wir stellten also die Übung nach und erschwerend veränderte ich als Werfer nach dem Dummywurf noch meine Position. So arbeiteten wir uns kreuz und quer über die Wiese und die letzten Marks klappten auch schon besser.

In dieser Zeit machte Fiene… Walk Up immer schön frei bei Fuß, Dummywurf abwarten, Nele beim arbeiten zusehen und weiter walken.

Dann legte ich an einem Fixpunkt 2 Dummys aus. Ich schickte sie voran und sie … zog nach rechts weg zu den letzten Fallstellen der Markierungen. „Nein!“ Komm zurück! ….. Nochmal. Und wieder „Nein!“ Komm zurück!…. Nochmal.

Get Out! … wie an der Schnur gezogen legte sie die doch große Entfernung zurück. Gutes Mäuschen ♥

Ich schickte sie noch zwei Mal und es klappte sowohl seitlich als auch aus einem anderen Winkel tadellos.

Jetzt kam die letzte Runde für Anton. Da er kein Motivationsproblem sondern eher ein „ich kann mich nicht beherrschen Problem“ hat sollten für ihn keine Dummys fliegen. Grundsätzlich sollte er das Dummy für gutes Benehmen bekommen. Also für Warten, gute Fußarbeit, Ruhe! Es hat ein Weilchen gedauert aber …. er lernt schnell. Geräusch… Frauchen angucken… Nicht losrennen und versuchen das Dummy zu schnappen. Es folgten einige Standruhe Übungen bei denen Anton das Dummy immer, zur Belohnung gebracht bekam. Als letztes durfte er zugucken, wie ich ein Suchendummy in einem Gestrüpp versteckte. Die große Herausforderung für ihn war, mit guter Fußarbeit dort anzukommen. Mit Konsequenz und dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ klappe es am Schluß. Monika ging mit Anton bis zum Suchengebiet und lies in seine Arbeit machen.

Es war ein tolles Training … ich glaube …. Monika und Anton …. kommen wieder 🙂

Training vom 14.04.2012 oder ….

Kettensägen Autotüren-Massaker

Man kann es nicht treffender sagen. Dieses Training wird als das blutigste aller Zeiten der Mudpaws eingehen. Aber mal der Reihe nach. Heute trafen wir uns in folgender Besetzung:

  • Kathrin mit Pippin
  • Jens, Daniela und Justus mit Gizmo
  • Nadine mit Nele
  • Ivonne mit Delphin & Cosma

Zu Beginn sollten Markierungen auf der platten Wiese gearbeitet werden. Alle in Verbindung mit Grundgehorsam, Fußarbeit und Standruhe.

Drei Teams standen in einer Reihe und das vierte Gespann machte den Werfer. Derjenige, der gearbeitet hatte nahm dann den Platz des Werfers ein und dieses Team stellte sich hinten an die Reihe der Arbeiter an. So waren wir alle in die Aufgabe eingebunden und eine Wartezone gab es nicht.

Bevor es aber soweit kommen sollte mussten ja zuerst die Hunde und das Trainingsequipment aus dem Auto geholt werden. Da nahm das Drama seinen lauf. Plötzlich stand Kathrin mit blutender Nase auf dem Feldweg …. Was war passiert? Der in sich ruhende Pippin, ruhte in diesem Moment nicht… vor Vorfreude überschäumend hüpfte er mit allen vieren gleichzeitig aus dem Kofferraum und von dort direkt gegen Kathrins Nase…. Einige Taschentücher später konnten wir aber doch, wie geplant, mit unserer Einheit beginnen.

Grundaufbau der Aufgaben

  1. T1 geht mit dem Hund frei bei Fuß zum Startpunkt (roter Punkt). Die Markierung fällt und darf gearbeitet werden. Die anderen Teams haben ihre Hunde ebenfalls unangeleint am Fuß. Es beginnt die Rotation bis alle Teams diese Aufgabe gearbeitet haben.
  2. Die Markierung fällt. Danach geht T1 zum Startpunkt und arbeitet.
  3. T1 geht ohne Hund zum Startpunkt. Die Markierung fällt. Der Hundeführer ruft seinen wartenden Hund ab. Danach darf die Markierung gearbeitet werden.
  4. Alle Hundeführer geben ihren Hunden das Kommando „bleib“ und gehen zum Startpunkt. T1 ruft seinen Hund ab. Die Markierung fällt und T1 darf arbeiten.

Dieser Übungsteil lief wirklich super. Kein Hund ist eingesprungen, alle haben eine schöne Fußarbeit gezeigt. Besonders gefreut habe ich mich über den Molch! Trotz vieler Hunde, fliegender Objekte und Warten!… war er ruhig und beim Abrufen konzentriert. Auch Pippin hat sein Gruppentraining mit Bravour gemeistert. Zwar merkt man, dass er das Markieren noch ein wenig üben muss. ABER…. Er sitzt wie eine eins, ist ruhig und geht sensationell bei Fuß… Das ist die Ursuppe und wenn das einmal sitzt, kommt der Rest fast von selbst.

Als abschließende Übung auf diesem Gelände veränderte der Werfer seine Position.

Nun war die Fallstelle etwas schwieriger. Die Flugbahn sehr gut zu sehen landete das Dummy zwischen kleinen Ästchen durch die sich der Hund „durchwursteln“ musste.

Das Dummy klar vor Augen sah man die Gehirnzellen von Pippin arbeiten …. Das soll ich holen? Na gut, … ganz vorsichtig zuppelte er das Dummy raus und lieferte brav bei Kathrin ab.

Dann wollten wir das Trainingsgelände wechseln. Von der platten Wiese wollten wir in den lichten Waldrand umziehen. Also packten wir das Equipment, die Hunde, die Passagiere ….. ähhh, wo waren denn unsere Zuschauer geblieben? Daniela und Justus schienen wie vom Erdboden verschluckt. Ich fuhr den Berg ab, den Weg runter ins Dorf….nix! Also nutzten wir die Zeit um uns zu stärken. Muffins und „Kirschmedizin“ schließlich mussten wir auf die Gäste und den (abhanden gekommenen) Justus trinken. Als Daniela mit dem Zwergel dann doch wieder bei uns eingetrudelt war….. zog unsere Karawane weiter.

Auch in diesem Gelände sollten wieder Markierungen gearbeitet werden. Für Gizmo und Fiene auch eine Doppelmarkierung. Bevor die Hunde aus dem Auto geholt wurden legten wir etwas abseits viele kleine Suchendummys aus. So sollte die Erwartungshaltung auf das Mark unterbrochen werden und stattdessen sollte gesucht werden.

Die Markierungen liefen bei den Jungspunden Nele und Pippin hier etwas „unwillig“. Die Gerüche des Waldes zogen die beiden sehr in ihren Bann und somit die Nase in Richtung Boden. Trotzdem lieferten beide auch hier nochmal gute Arbeit ab, suchten prima und hatten dann Pause.

Dann wollte ich mit Fiene noch mal ein „langes Mark“ arbeiten. Der Wald bot eine natürliche Schneise, die direkt auf einen Baum zu führte (was für eine doofe Beschreibung .. Baum im Wald). Der Werfer sollte sich in ca. 100 Meter links von der Schneise (nicht sichtig) aufstellen und nach rechts werfen. So war ein gutes Stück der Flugbahn zu sehen. Was ich nicht bedacht hatte… Die Hunde mussten einen Waldweg überqueren (Treckerspuren von den Forstfahrzeugen). Dieser Übergang zog sie entweder nach links – oder rechts vom direkten Weg ab.

Was soll ich sagen. Die Fiene donnerte los, lies sich kurz vom Weg abbringen, nahm Wind und hatte ihr Dummy im Fang! Ich war stolz wie Bolle und freute mich mindestens genauso wie mein Fienchen.

Zur Belohnung gabs nen dicken Schluck aus der Tube….. Baby-Kost von Happ oder Ilete püriertes Hühnchen oder Rindfleisch …. Da geht auch schlabbermäßig die Post ab.

Wir waren alle glücklich und zufrieden mit unserem Training. Zur Belohnung sollten die Schwarznasen noch ein wenig rennen dürfen. Und das taten sie. Sie flitzten, düsten, peesten an den Autos vorbei und Pippin schrabbelte mit seiner Pobacke direkt an die Autotür.

Es ertönte ein markerschütternder Schrei. Der arme Pippin flüchtete in die Arme seines Frauchens. Wir beruhigten den armen Kerl und untersuchten die Wunde… die blutete!! Um sicher zu gehen, fuhr Kathrin mit dem Unglücks-Labbi nach Gießen in die Tierklinik… von dort gab es Entwarnung. Nur ein Kratzer Loch. Kein Nähen, „nur“ Antibiotika! Dem Schutzengel sei Dank.

Eine weitere Ausführung und noch mehr Bilder von unserem Working MudBloodpaws Training gibt es im Molch-Blog.

Training 11.03.2012

Diesen Bericht konnte ich nicht direkt nach dem Training schreiben denn … wir sind ja am nächsten Tag in Richtung Hamburg aufgebrochen und da … war einfach zu viel Aktion um sich um die Dokumentation zu kümmern. Er wird auch kürzer ausfallen als sonst denn … mein Erinnerungsvermögen ist bei so einer langen Zeit auch nicht mehr das Beste.

Teilnehmer: Gunter/Sheila, Nadine/Nele, Mandy/Lotte, Michael/Butch und Janina / Candy + Baja, Ivonne / Fiene

Trainingsgelände: Nr. 2

So sah dann die „Endaufgabe“ aus. Gearbeitet wurde als 3er Team!

Aufbau:

Als erstes haben sich alle Teams den Punkt P1 erarbeitet. Als erstes wurde eine Markierung geworfen. Nachdem der Hund diese geholt hatte wurde gleich danach ein Dummy mit Geräusch ausgelegt und der Hund erneut geschickt.

Als nächstes drehte sich das Team und richtete sich auf den Punkt P2 aus. Dieser Punkt wurde mittels des Vertrauensweges erarbeitet. In der Endausführung der Aufgabe sollte aber nicht auf P2 durchgeschickt werden sondern auf der Hälfte der Strecke lag ein Blind (Suchendummy) welches der Hund holen sollte (Überprüfung des Suchenpfiffs). Als letztes wurde das Mark gearbeitet. Der nicht sichtige Helfer warf das Dummy aus dem Wald heraus auf das Feld.

Ganz zum Schluß wurde an P1 nochmal ein Blind beschossen (Danke an Gunter für das Mitbringen der Starterklappe) um zu prüfen ob die Hunde auch wirklich gut auf den Punkt voran gehen.

Diese erste Runde arbeitet jeder Hund einzeln. Danach wurden die Teams zusammen gestellt. Gunter mit Sheila, Janina mit Baja und ich mit Delphin machten den Anfang.

Ablauf der Aufgabe:

  • Jeder Hund steht am Startpunkt so ausgerichtet, dass er „seinen Part“ im Blick hat.
  • das Blind an P1 wird beschossen
  • das Blind an P2 wird beschossen (dort liegt kein Dummy sondern auf der Hälfte des Weges ein Suchendummy)
  • die Markierung fällt.

Jetzt arbeiten die Hunde in der selben Reihenfolge die Aufgabe durch. Ich weiß zwar, dass Eigenlob stinkt aber wir waren wirklich gut! Sehr ruhig.  Alle schafften ihren Teil und dann drehten sich die Teams zum nächsten Punkt. Insgesamt wurde die Aufgabe also drei Mal durchgearbeitet, sodaß jeder Hund jeden Punkt einmal lösen musste.

Die nächsten drei Janina / Candy, Nadine / Nele und Mandy / Lotte nahmen Aufstellung. Die Aufgabenstellung war gleich allerdings gab es doch kleinere „Problemchen“.

Hatte jedes Team im „Einzelaufbau“ noch jede Aufgabe lösen können zeigte sich jetzt, das das Aneinanderreihen der Aufgaben, das Warten in der Gruppe und auch die Nähe der anderen Teams doch den Druck enorm erhöhen. So war zum Beispiel die gefallene Markierung ein zu große Verleitung um den Hund als erstes auf P1 voran zu schicken (das Beschießen war einfach schon zu lange her)

Jeder hatte so seine kleine Baustelle. In der Nachbesprechung hielten wir dann für die nächsten Trainings an diesem Ort fest, dass wir zwar die dreier Teams aufstellen aber jeder Hund direkt arbeiten darf. Erst später wird dann der Schwierigkeitsgrad wieder erhöht.

Grundsätzlich fand ich dieses Training sehr abwechslungsreich und spannend. Die „Problemchen“ zeigen uns, an was für Punkten wir gezielt weiter arbeiten müssen und zwingt uns auch unsere Abläufe wieder neu zu überdenken.

„Bootcamp“ Training am 19.02.2012

Die Teilnehmer

Heute haben wir uns bei angenehmen Außentemperaturen getroffen. Nach langer Zeit konnten Gunter und Sheila auch am Training teilnehmen. Ursprünglich wollte ich auf „unsere Wiese“ die an dem Wäldchen angrenzt. Perfektes Gebiet für Walk up, Treiben im Wäldchen, Standruheübungen…. Leider fand der Bauer seine Wiese auch perfekt für …. Mist fahren. Das wären eindeutig zu viele Verleitungen gewesen 😉

Also habe ich kurzer Hand das Training (völlig uneigennützig) in den Wald verlegt. Markierungen, Vorans, halbblindes schicken auf mit „Brottütenknall“ beschossene Dummys, Hindernisse auf dem Laufweg und heute hatte ich zum ersten Mal auch den Rabbid-Dummy mitgenommen.

Zuerst sollten die Hunde alleine arbeiten. Vom Startpunkt aus sollte jeweils eine lange Markierung und eine kurze gearbeitet werden. Bei der langen Markierung gab es noch zwei Schwierigkeiten. 1. Der Werfer steht nicht sichtig, 2. ein Hindernis liegt über dem Waldweg. Zuerst wollten alle Hunde den „landschaftlich schöneren“ Weg am Baum vorbei nehmen aber … wir konnten sie alle überzeugen das Hindernis zu überwinden. Trotz gut sichtbarer Fallstelle drifteten alle Hunde kurz vor dem Fallbereich nach rechts ab … Tierfährte?

Markierung 1

Auf diesem Startpunkt um ca. 90° nach links gedreht ist der zweite Teil der Aufgabe. Die Schwierigkeit lag hier eindeutig beim Lichteinfall. Zwischendurch kam die Sonne raus und dann – hat man genau reingeguckt.

Alle Teams arbeiteten nacheinander diese Markierungen. Wobei sich immer von der zuerst geworfenen weggedreht wurde. Am Schluss wurde noch das Rappid-Dummy eingesetzt. Die kurze Markierung fiel, das Team drehte zur langen Markierung, der Rabbit Dummy flitschte über den Waldweg, das Team dreht zurück und das Mark wird gearbeitet.

Nele schoß hier echt den Vogel ab. Sie war auf dem Rückweg von ihrer Markierung als der „Rabbit“ vor ihr über den Weg flutschte. Kurz geguckt und brav mit dem Dummy im Fang zurück zu Frauchen. *Ganz großes Tennis!!“

Danach zogen wir ein Stück tiefer ins Gelände. Zwei weitere Punkte sollten gearbeitet werden wobei der eine ein Voran und der andere eine Markierung sein sollte. Diesmal wollten wir im Team arbeiten. Gizmo und Nele nahmen zusammen Aufstellung. Aber jetzt gabs ein Problem. Ich wollte das Mark werfen und Gunter hatte sich hinter dem Baum versteckt um das Halfblind auszulegen.

Sheila wollte aber nicht einsehen, dass Herrchen „Spaß“ mit andern macht während sie dabei nur zusehen sollte und versuchte dies auch stimmlich mitzuteilen. Um die Stimmung nicht anzuheizen wurde umgeplant. Merke für das nächste Training. . . solche Aufgaben nur dort machen, wo die Hunde im Auto warten können.

Die Teamarbeit zu zweit wurde umgebaut in eine Aufgabe für 4 Teams. Ich legte eine Suche aus und gab zwischendurch einige „Butterbrottütenschüsse“ ab. Dann schickten wir abwechselnd unsere Hunde voran in das Suchengebiet.

Suchengebiet

Einige der Dummys lagen erhöht, z. Bsp. in einer Astgabel eingeklemmt. Andere unter Ästen versteckt. Wir veränderten zwischendurch unsere Position durch einen kurzen Walk up und schickten die Hunde dann erneut. Sie haben alle klasse gesucht und jeder hat seine Dummys reingebracht. Dann packten wir die Hunde ins Auto um in ein anderes Gebiet zu fahren….

Markierungen

Im ersten Durchgang wurden alle drei Markierungen nacheinander von mir geworfen. Nele sollte D1 holen, Gizmo D2 und Sheila D3. Ich hatte die Teams wählen lassen, welcher Hund welches Dummy arbeiten soll und so kam es …. wie es nicht kommen sollte 😉

grau - geplanter Laufweg / rot - tatsächlicher Laufweg

Nele wurde von dem zuletzt geworfenen D3 wie magisch angezogen. „Holen Sie ihren Hund rein“ lautete daher mein Kommando. Allerdings „stolperte“ die Kleine noch über D3 und brachte es mit rein. Gizmo holte wie geplant D2 obwohl man von ihm durchaus bessere Markierleistungen gewöhnt ist. Sheila arbeitet klasse über D1 drüber, Wind genommen und da hatte sie es. Obwohl Gunter sie genau auf D3 ausgerichtet hatte 😉 …. Da hat man eindeutig gesehen, das Sie das ganze Geschehen im Blick hatte.

Wir wiederholten die Übung mit einer kleinen Abwandlung. Nach jedem Wurf sollte ein Hund geschickt werden. Diesmal klappte es super. Sheila bekam ein Dummy den Hügel hoch geworfen (D2) und arbeitet wieder perfekt!

Kurz vor dem Pick up

Und nochmal Geländewechsel ….

Walk Up

Walk up mit sichtigem Werfer. Auf Kommando drehen der Line. Jedes Team bekommt 2 Dummys. Super!  Danach war dann nochmal Flitzen angesagt für die Wauzis. Ich glaube dass hat sie heute alle ganz schön geschafft. … Schön wars!

Ach ja, und zum Schluß gab es noch eine große Überraschung …. für mich !! Ich habe einen super tollen, riesengroßen Foto-Kalender mit (fast) allen Mudpaws geschenkt bekommen. So tolle Bilder von unseren Trainings, vom Spaß-WT von Lake & Land ….. DANKE *drückeuchalle* für dieses tolle Geschenk!