1. Seminar bei den Mudpaws

Im Dezember 2011 begann die Planung für ein Seminar. Wir wollten einen Trainer zu uns einladen. Das Wichtigste an der Planung war tatsächlich der Termin. Es musste einer gefunden werden, der in die „Deutschland-Zeit“ von Kathrin fällt, da sie wärend ihres Aufenthaltes schon viel geplant hatte. Für die freien Tage musste dann ein Trainer gefunden werden. Nun muss ich zugeben, dass es ja inzwischen einige Menschen gibt, die man für Retrievertrainings buchen kann. Wie also aus den vielen, einen wirklich guten finden. Ich habe da eine ganz einfache Art der Herangehensweise …. Ich studiere Ergebnislisten…. Was leistes Mann oder Frau mit dem eigenen Hund? Wenn es sich außerdem um Züchter handelt…. Wie „erfolgreich“ sind die Nachzuchten? Wie lange kann man das Tun zurückverfolgen? Und dann kommt noch dazu, ob ich über den Buschfunk schon was gehört habe. Und so viel die Wahl schnell auf Angelika Evans. Seit Jahren züchtet sie Golden und Labrador Retriever im Zwinger  „… of Mountain Forest Glade“ und erst vor wenigen Wochen hat sie mit ihren Teamkolleginnen Heike Bühlhoff und Heike Rohm den German Cup gewonnen.

Die Zeit von den ersten Planung bis zum Seminartag verging rasend schnell und nun standen sie alle vor der Tür.

Noch kurz ein Käffchen und dann fuhren wir ab ins Gelände. Im Vorfeld hatte ich natürlich beim örtlichen Forstamt und da mit dem zuständigen Revierförster alles abgeklärt, so dass wir die Erlaubnis hatten an dieser Stelle im Wald zu arbeiten.

In der Wartezone wurden zuerst alle interviewt. Wer steht wo? Wer hat welches Problem? Gibt es spezielle Wünsche? Wer hat welches Ziel? Angelika brauchte nicht lange um eine passende Stelle für die erste Aufgabe zu finden. Hier wollte sie sich bei einer schwierigeren Markierung angucken, wie Mensch und Hund die Aufgabe meistern.

Der Werfer steht nicht sichtig auf dem Kamm eines bewachsenen Hanges. Die Flugbahn ist kurz zu sehen. Fallstelle mit Bewuchs. Der Weg zum Fallberich ist bewachsen (auch Brennessel).

Es sollte zuerst eine Markierung gearbeitet werden. Befindet sich der Hund auf dem Rückweg wird erneut ein Dummy auf die Fallstelle gelegt. Danach wir der Hund mit „Voran“ auf das Memorie geschickt.

Anmerkung: Ich gebe hier keine Einschätzung zu den einzelnen Arbeitsleistungen ab. Ich würde es schön finden, wenn jeder Teilnehmer den Artikel kommentiert und sein Fazit postet. Jeden Kommentar werde ich dann nachträglich in den Bericht einfügen. Wir alle haben sicher ganz unterschiedliche Sachen für uns mitgenommen… Das soll sich im Bericht wiederspiegeln 🙂

Die erste Aufgabe wurde wiederholt. Jetzt wurden Entfernungen teilweise angepasst und / oder vor dem Voranschicken nochmals ein Geräusch gemacht.

Für mich die zentrale Aussage bei dieser Aufgabe! „Wenn du dir eine Aufgabe ansiehst und du denkst „das könnte klappen!“, dann ist es schon zu schwer!“ Angelika erklärte, dass sie zu Beginn des Markier- Trainings immer alles so wählt, dass es 100% klappt. Dann kann zum Beispiel die Entfernung vergrößern wobei der Fallbereich des Dummys bei dieser Art des Trainings gleich bleibt. Der Hund kann so eine Art von photografischen Gedächtnis entwickeln und seine Markierleistung verbessern.

Diese Art der Aufgabe sollen wir üben, üben, üben … sagt Angelika weil es eine in A oft abgefragte Abfolge ist.

Nachdem alle Hunde die gestellte Aufgabe gut gelöst hatten… zogen wir um. Zum Glück bietet unsere Gegend auf wirklich „kleinem Raum“ viele verschiedene Möglichkeiten.

Zu dieser Aufgabe hat unser Kamarakind ähhhh, das Helferlein Anke auch ein Video gedreht und zusammengeschnitten. Es zeigt die Hunde bei ihrer Arbeit im Fallbereich. Danke sehr dafür, das ist richtig klasse.

Auf einem bewachsenen Waldweg mit einem quer liegenden Ast als Hinderniss wird ein Voran aufgebaut. Angelika ging auf dem Weg zum Suchenbereich und legte mit Geräusch 8 Dummys aus. Aus der Entfernung konnten die Hunde dabei zusehen.

Dieses Voran abeitet dann jeder um die Strecke und auch den Suchenbereich bekannt zu machen.

Eine Doppelaufgabe aus Markierung und Voran. Die Markierung fällt links vom Waldweg oben im Hang. Beide Teams sind auf die Markierung ausgerichtet. Nachdem D1 gefallen ist richtet sich Team 2 auf das Voran aus und der Hund wird geschickt. Ist dieser Teil gearbeitet holt Team 1 die Markierung rein. Danach werden die Plätze getauscht.

Bei dieser Aufgabe gab es viele gute Tipps und auch einen (für mich) ganz enscheidenden Trainingsansatz.

1. Das Umsetzen von der Markierung weg. 1000 Mal gemacht ist es für den Hund das deutliche Zeichen, dass nicht die Markierung sondern etwas anderes gearbeitet wird. Viele von uns machen das bereits.

2. Der Hund läuft „falsch“. Also nicht voran sondern zur Markierung. Bisher haben wir (die Trainingsgruppe) den Hund zurückgepfiffen und neu angesetzt. Sollte es beim zweiten Ansetzten wieder nicht klappen, machen wir die Aufgabe einfacher, gehen also einige Schritte in Richtung voran… Hier sagt Angelika eindeutig „Nein, dass ist nicht mein Weg!“

Sie vertritt die Meinung, dass der Hund auf diese Weise weder seinen Fehler erkennen kann, noch eine eigene Lösung erarbeitet. Außerdem kann durch das Zurückpfeifen auch Frust beim Hund aufkommen.

Also verfährt sie folgender Maßen: Der Hund läuft nicht voran sondern biegt zur Markierung ab…. „Nein!“ (Abbruchwort“) – Hier an genau dieser Stelle im Gelände hast du (Hund) einen Fehler gemacht. Zurückrufen immer freundlich!! Bei mir (Hundeführer) gibt es nie ein Problem. Der Hund wird erneut auf das Voran ausgericht. Keine Verschiebung des Startpunkts!!! Diese Prozedur wiederholt sich so oft, bis der Hund die Lösung selbst gefunden hat und voran geht…. Nur im absoluten Notfall geht der Hundeführer nochmal allein zu dem Voranpunkt und zeigt dem Hund so wo er hinlaufen soll.

Ja, es klappt! Wir alle haben die Aufgabe gelöst. Es war spannend zu sehen, wie schnell die Hunde dir richtige Lösung gefunden hatten. Wieder andere … hatten grundsätzlich kein Problem und die Hunde haben das Voran sofort angenommen. Das war eine richtig tolle Aufgabe die sich im Training an immer anderen Orten wiederholen und somit festigen lässt.

Ein weiterer wichtiger Hinweise bei dieser Aufgabe „Basics, Basics, Basics das Umsetzen am Fuß muss im Schlaf klappen!!!“

Die Übung ähnelt Aufgabe 4. Allerdings fällt die Markierung nun rechts vom Weg in einer größeren Entfernung. Zur Markierung ist außerdem ein winziger Bachlauf zu überqueren.

Auch hier zeigte sich die ein oder andere Unsicherheit die wir aber mit Angelikas Hilfe lösen konnten. Ihre Methode den Hund die Lösung finden zu lassen zeigte sehr schnell auch bei uns Erfolge.

… nicht nur Morgaine hat aufmerksam zugehört!

Wieder wechselten wir den Standort im Gelände.

Eine Markierung fällt.  Auf dem Rückweg fällt eine Verleitung. Diese soll im Anschluß gearbeitet werden.

… der „Bewuchs“ war nicht ohne !!

Markierung aus Sicht des Werfers

Das Gelände haben die Hunde super angenommen. Allerdings waren sie auf dem Rückweg so schnell und so konzentriert, dass sie sich kauf auf wirklich „verleiten“ ließen. Außerdem kam erschwerend hinzu, dass die Hund an ihre Konzentrationsgenze kamen. So beschloßen wir, dass außer Sheila und Morgaine alle anderen den Seminartag beendeten.

Diese beiden zeigten uns anschaulich, wie man auch alleine im Gelände Voran-, Back- und Seitwärtsschicken trainiert. Morgaine beim Arbeiten zu beobachten ist wirklich klasse. Sie ist so konzentriert und bei der Sache, wenn es losgeht, schnell wie der Blitz… Sie ist ein Traum von einem Arbeitslabbi.

Im Anschluß an die Arbeit beurteilte Angelika die Teams. Immer unter Berücksichtigung des Alters und auch der persönlichen Ambitionen. Jeder bekam individuelle Tipps zur weiteren Gestaltung des Trainings.

Beim Klick auf das Bild kommt man zum Fotoalbum

Mein (Ivonne) Fazit: Anglika ist ein ruhige Trainerin mit einer durch und durch positiven Ausstrahlung. Ihr Grundsatz, „Das Dummy ist immer Spaß“ war einer der wichtigsten Aussagen des Seminars. Immer zu bedenken, dass auch mit Prüfungsambitionen, es ein Hobby ist, dass sowohl dem Mensch aber besonders auch dem Hund Freude machen soll. Konsequenz und Beharrlichkeit und viel Geduld sind die Tugenden, die man als Hundeführer leben muss… ohne aber hart zu sein oder negative Emotionen an den Hund zu bringen. Jedes Tier braucht Zeit, der eine mehr, der andere etwas weniger… nehmt euch Zeit und dann kommt der Rest fast von alleine. Andere Dinge müssen mit Fleiß immer oft wiederholt werden um sie im Gedächtnis des Hundes zu verankern. Auch dies ist dann kein sturer Drill…. sondern …. richtig …. immer Spaß! Danke für Deinen Besuch bei uns, deine vielen Tipps, die  Anregungen fürs Training  und ja, danke für den … SPASS 🙂

Sarah mit Frieda

Ja, es war wirklich schön! Zu Beginn war ich doch etwas aufgeregt, was uns wohl erwarten würde. Aber Angelika hat wirklich eine sehr ruhige und daher auch beruhigende Art, sodass der Tag auch mit meiner Hibbelmaus richtig schön und entspannt wurde.

Frieda war insgesamt sehr ruhig und arbeitete viele der Aufgaben wirklich schön. Zum Ende ließ die Konzentration dann etwas nach, aber nachdem wir schon einen spannenden und schlaflosen Vorabend bei Gizmo und seinem Rudel verbracht hatten, war das wohl kein Wunder.

Und was habe ich mitgenommen? Vor allem den Mut und die Geduld, den Aufbau des Rüber nochmal ganz von Vorne zu beginnen. Und erneut die Erkenntnis, dass korrektes Einparken und Mitdrehen am Fuß einfach eine Dauerbaustelle bei uns ist, die es weiterhin zu bearbeiten gilt. Und: Das man auch bei triebigen Hunden im Training mal ein bisschen Spaß und Action machen kann – manch ein Dynamitfass geht durch dauerndes Warten und Nichtstun mitunter erst richtig hoch!

Anke ohne Biscuit

Obwohl ich ja “nur” als Helferlein und Zuschauer vor Ort war, kann ich nur sagen: Super war´s! Angelika hat wirklich eine sehr angenehme ruhige Art.

Mir blieben vor allem folgende Sätze im Gedächtnis:

– Dummy ist immer Spaß! Der Hund muss dieses grüne Ding unbedingt wollen!
– Ein Hund ist mit 2 Jahren immer noch ein junger Hund und jeder Hund sollte die Zeit bekommen, die er braucht.
– Fehler (wie zB das tauschen) sollten im Training provoziert werden, damit man sie abstellen kann und der Hund auch lernt zu verstehen, was er falsch macht.

Es war ein schöner Tag und ich würd mich freuen, wenn wir das evtl bei Gelegenheit wiederholen :)

Jens mit Gizmo

Da kann ich mich nahtlos meinen Vorschreibern anschließen: Super wars! Angelika hat einem die Probleme aufgezeigt, analysiert und immer eine Lösung parat. Einige Tipps haben, wie ich finde, ganz neue Perspektiven aufgezeigt.

Am Molch hat mich am meisten gefreut, dass er vom Anfang bis zum Schluß bei der Sache war und auch noch die letzte Markierung mit Freude gearbeitet hat. Das finale Zusammensitzen und klönen beim Italiener war noch ein richtig schöner Abschluß.

Fazit: Basics, Basics, Basics. Das Voran nochmal von klein auf aufbauen. Achja, und der Molch kann doch in Bäumen notgelandete Dummys holen. ;) Und wir müssen das unbedingt wiederholen!

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Angelika für die Flut an Tipps und Infos und natürlich an Ivonne für die Organisation des Trainingsgeländes mit allem drum und dran!

Kathrin mit Pippin

Schön war`s – sowohl der Lernteil des Seminars als auch das Endlich-Mal-Alle-Kennenlernen; ich fand`s toll, mal (fast) alle zu treffen und persönlich kennenzulernen :-)

Am Seminartag bildete sich für mich ziemlich genau unser bisheriges Training ab: Viel Voranschicken, auch mit Ablenkungsmarkierungen (das macht er so schön), dafür gaaaaanz wenige Markierungen (die hat er deshalb auch weniger gut auf dem Schirm). Sehr gut sehen konnte man, dass wir sonst nicht mit Helfer trainieren: Dass ein Half-Blind dort liegt, wo vorher ein Werfer eine Markierung hat fallen lassen, kennt der kleine Mann gar nicht. Überraschend und erfreulich: Selbst bei der Anti-Tausch-Übung gab`s keinen einzigen Tauschversuch!

Mein Fazit: Ich denke, beim Einweisetraining machen wir weiter wie bisher – alles schön getrennt aufbauen und sorgsam Schritt für Schritt die Entfernung steigern, wie Angelika es auch erklärt und gezeigt hat. Für den irgendwann in ferner Zukunft anstehenden Einbau des Stopp-Pfiffs ins Training haben mir Angelikas Ausführungen noch mal geholfen, den eigenen Weg klarer zu sehen – und sie hat meine Zweifel, ob manche Übungen wirklich (für uns) geeignet sind, bestätigt; wir schieben diese Angelegenheit noch eine ganze Weile auf – bis dahin gibt`s genug zu tun. Bei den Markierungen lassen wir uns auch weiter Zeit; ich werde Angelikas Ratschlag beherzigen, beim Markiertraining lieber auf Nummer Sicher zu gehen und die Distanzen entsprechend zu wählen und dem Pippintschik da einfach viel, viel Zeit zu lassen.

Und was den Spaß an der Arbeit angeht – den haben der Mr. Cool und ich auch weiterhin ;-) !

Gunter mit Sheila

Ja was soll ich sagen, ich liebe diese Art von Seminaren!!! Ich habe mich echt auf Euch alle gefreut. Ich könnt das jedes WE machen. Ich finde es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Hunde arbeiten, aber alle zum Ziel kommen.
Auch ich konnte wieder mal einiges an Tipps mit nach Hause nehmen. Da wären z.B. meine etwas seltsame Körperhaltung beim Voranschicken. Ja das sind so Dinge, die einem selber nicht auffallen.
Ich hatte auch in der Vergangenheit immer das Problem mit Sheila, das sie sich auf solchen Seminaren in den Wartezeiten schlecht entspannen kann. Vielleicht ist es ja jemand aufgefallen, aber das war vor einem Jahr echt schlimmer. Also auch das hat sich gebessert.
Was mich an Sheilas Arbeitsleistung begeistert, ist das sie auch am späte Nachmittag immer noch gern arbeitet und den Willen hat mir was gutes zu tun.
Ich bin auch sehr dankbar für den Tipp mit dem NEIN-Komando, das sie bekahm, als sie beim Voranschicken erst das Mark holen wollte.
Schön ist auch , das ich die Tipps von Angelika allein zu Hause mit Sheila trainieren kann z.B. diese ganzen Dinge wie Back, Links, Rechts und die schrägen Voran.
Es war ein gelungenes Seminar!!!!! Danke an Ivonne für das leckere Frühstück und die klasse Orga.!!
Schreit nach Wiederholung!!

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Markieren und Memory

Um 09:30 Uhr war Treffen auf dem Parkplatz. Hannes war sehr aufgeregt und hat im Auto schon mal ein bisschen „Musik“ gemacht. Als ich ihn dann aus dem Auto geholt habe war ihm die Verunsicherung deutlich anzumerken. Keiner der vielen Hunde beachtete ihn, keiner bellte ihn an … Das ist auf unserer Hunderunde oft anders und da hat er ja dann deinen Grund selbst auch ein bisschen auf den Putz zu hauen. Hier aber nicht … er hat mich angeguckt, versucht mich zu dem einen oder anderen Teilnehmer hinzuziehen „NEIN“ und dann war’s damit auch gut und wir gingen ins Gelände.

Sieben Mensch-Hund Teams belagerten nun den Waldweg und warteten auf ihren ersten Einsatz. Lichter Wald und in einer kleinen Schneise. Dort haben wir die ersten vier Aufgaben gearbeitet.

1. Einzelmarkierung (ohne Schuss) / Entfernung ca. 30 Meter (sorry, bin nicht wirklich gut im Schätzen)

Der Helfer macht ein Geräusch, das Dummy fliegt, Apport. Es war für die Hunde hier einfach, da Flugbahn und Fallstelle gut zu sehen war. Auch war der „Laufweg“ durch die leichte Schneise im Gelände vorgegeben.

Da ich ein Einspringen unbedingt vermeiden wollte habe ich ihn bei den Übungen mit der Leine gesichert. Aber es hat geklappt. Er musste natürlich erst den Helfer besuchen (meine Freundin Nadine) aber dann das Dummy geschnappt und zurückgekommen. Ich will nicht verschweigen, dass ich meinen Hannes auf dem Rückweg schon sehr motivieren muss (hohe Stimme und ein bisschen hampeln) aber er kommt, trägt schön und gibt ab. Es wird noch dauern bis ich auch so ruhig wie die anderen da stehen und mein Hund trotzdem schnell kommt (aber egal … mache mich für den Dicken gerne zum Obst).

2. Einzelmarkierung (ohne Schuss) / Entfernung ca.35 Meter (ging einfach ein Stück rückwärts)

Andere Teams sind da schon weiter zurückgegangen und die Hunde sind auf dem Weg über einen umgestürzten Baum gesprungen.

3. Doppelmarkierung (ohne Schuss) / Entfernung ca. 30 – 35 Meter

Hier war es vorerst egal welches Dummy vom Hund zuerst geholt wird – nur bitte nicht tauschen.

4. Doppelmarkierung mit zwei Teams (ohne Schuss) / Entfernung ca. 30 – 35 Meter

Da standen wir nun in unserer ersten „Teamaufgabe“ ever! Die kleine schwarze Labbi Flitzmaus neben uns. Sie sollte die erste Markierung arbeiten … kein Problem. Hannes war etwas unruhig und es war gut, dass ich ihn gesichert hatte. Als ich ihn dann auf das zweite Dummy schickte war er dann auch ein bisschen konfuzi, hat sich dann aber doch erinnert und sicher apportiert. **Puh**

Standortwechsel / lichter Wald

5. Einzelmarkierung (ohne Schuss) / Entfernung ca. 40 Meter

Hier war jetzt keine Geländelinie mehr für den Hund als Hilfe vorhanden.

6. Doppelmarkierung (ohne Schuss) Entfernung ca. 40 Meter

Dummy 1 fiel an die Stelle der Übung 5. Für Dummy 2 wurde vom Helfer im 90° Winkel zu D1 einen leichten Abhang hinab geworfen. Schicken auf D2 (Hannes musste etwas suchen) danach D1 auch hier war er nicht richtig auf dem Punkt.

7. Einzelmarkierung (ohne Schuss) / Entfernung ca. 40 Meter

Jetzt wurde der Hund bei Fuß mitgenommen. Der Ansatzpunkt wurde um 90° versetzt und es ging nun leicht Bergauf zur Fallstelle.

Sich die Fallstelle zu merken war für Hannes kein Problem. Aber was war das … er hatte vergessen wo ich stehe. Mit dem Dummy im Fang lief er zurück zu Punkt eins (von wo wir die Markierung beobachtet hatten) Ich noch mal den „Hier-Pfiff“ und da kam er dann den Berg runter. Hat mein Hund Alzheimer??

Zwischenzeitlich habe ich versucht mit Hannes in der Nähe der Aufgaben zu Bleiben damit er lernt, anderen beim Arbeiten zuzusehen. Immer nur ein paar Minuten und dann zurück an unseren Warteplatz mit Decke für Hund und Stuhl für Frauchen.

Und dann war auch schon Mittagspause….. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon sehr zufrieden. Alles hatte viel besser geklappt als ich es mir vorgestellt hatte. Und so hatte sich Hannes die „Zahnpflegestange“ wirklich verdient als er seine Pause im Auto hatte.

Nach unserer Pause wurde es dann ernst. Die nun folgenden Aufgaben wurden alle mit Schuss gearbeitet. Das Gelände nun offen ….

8. Drei Einzelmarkierungen mit größer werdender Entfernung

Wir wurden in 2 Zweier-Teams und ein Dreier-Team aufgeteilt. Angelika achtete darauf, dass in jedem Team ein Hund ist, der schon so große Entfernung geht (über 100 Meter !!!) Solche Schwierigkeiten haben Hannes und ich noch nie gemeistert :-0

Der Flitze-Flummi und mein Hannes waren wieder ein Team und die Kleine hat ihm genau gezeigt, was er zu tun hat. Was soll ich sagen … er war suuuupper. Natürlich ist er nicht so schnell wie manch anderer. Wie auch, mit 43 Kg. Aber er ist nicht zu dick. Hannes bekam nette Komplimente und seine Erscheinung wurde als sehr stimmig beschrieben. (Nur so am Rande *freu*

Die Hunde arbeiteten jeweils abwechselnd von P1 dann ging es zurück auf P2 und danach auf P3. Da war Hannes wirklich ganz schön am Schnaufen als er zurück war ….

9. Drei Einzelmarkierung im dreier Team

Nun standen wir zu dritt bei P2. Die Dummys wurden nacheinander mit Schuss geworfen. Dann hat Angelika bestimmt, welcher Hund welches Dummy holen soll. Hier wurde besonders auf Konzentration und Ruhe geachtet. Hannes ging als erstes auf D3 (60 Meter) raus. Danach kam Flitze Flummi auf D2 (ca. 120 Meter) und das dritte Team sollte D1 (60 Meter) arbeiten. Hier ging es wirklich an die Grenzen der Konzentration aber mit ein bisschen Holpern haben wir es alle geschafft.

10. Walk Up

Wieder so eine Übung die für Hannes und mich absolut neu war. Angelika und alle Teams gingen in einer Linie über die verschneite Wiese. Ein Helfer ging im Abstand von 30 Meter vor der Linie und einer 30 Meter hinter der Linie.

Mit dem Kommando „Walk On“ setzten sich die Teams langsam in Bewegung. Auf ein Handzeichen gab der Helfer vor der Linie einen Schuss ab und warf ein Dummy. Angelika bestimmte den Hund der das pick up machen durfte.

„Walk on „ und weiter geht’s. „Behind“ …. Alle Teams drehten sich auf der Stelle um und der Helfer hinter der Linie gab den Schuss ab und warf. Diese Übung wiederholte sich so lange, bis alle Teams gearbeitet hatten.

Diese Übung war für Hannes die schwerste. Auch war er jetzt wirklich müde und fing an zu piepen. Deshalb ging ich aus der Linie raus um unseren wirklich guten Tag nicht dadurch zu gefährden, dass er „Überdruck“ aufbaut.

Es war ein toller Tag mit netten Menschen und super arbeitenden Hunden. Ein herzliches Danke an Angelika und die Helfer und an den Wettergott … wir kommen bestimmt wieder.