Training vom 14.04.2012 oder ….

Kettensägen Autotüren-Massaker

Man kann es nicht treffender sagen. Dieses Training wird als das blutigste aller Zeiten der Mudpaws eingehen. Aber mal der Reihe nach. Heute trafen wir uns in folgender Besetzung:

  • Kathrin mit Pippin
  • Jens, Daniela und Justus mit Gizmo
  • Nadine mit Nele
  • Ivonne mit Delphin & Cosma

Zu Beginn sollten Markierungen auf der platten Wiese gearbeitet werden. Alle in Verbindung mit Grundgehorsam, Fußarbeit und Standruhe.

Drei Teams standen in einer Reihe und das vierte Gespann machte den Werfer. Derjenige, der gearbeitet hatte nahm dann den Platz des Werfers ein und dieses Team stellte sich hinten an die Reihe der Arbeiter an. So waren wir alle in die Aufgabe eingebunden und eine Wartezone gab es nicht.

Bevor es aber soweit kommen sollte mussten ja zuerst die Hunde und das Trainingsequipment aus dem Auto geholt werden. Da nahm das Drama seinen lauf. Plötzlich stand Kathrin mit blutender Nase auf dem Feldweg …. Was war passiert? Der in sich ruhende Pippin, ruhte in diesem Moment nicht… vor Vorfreude überschäumend hüpfte er mit allen vieren gleichzeitig aus dem Kofferraum und von dort direkt gegen Kathrins Nase…. Einige Taschentücher später konnten wir aber doch, wie geplant, mit unserer Einheit beginnen.

Grundaufbau der Aufgaben

  1. T1 geht mit dem Hund frei bei Fuß zum Startpunkt (roter Punkt). Die Markierung fällt und darf gearbeitet werden. Die anderen Teams haben ihre Hunde ebenfalls unangeleint am Fuß. Es beginnt die Rotation bis alle Teams diese Aufgabe gearbeitet haben.
  2. Die Markierung fällt. Danach geht T1 zum Startpunkt und arbeitet.
  3. T1 geht ohne Hund zum Startpunkt. Die Markierung fällt. Der Hundeführer ruft seinen wartenden Hund ab. Danach darf die Markierung gearbeitet werden.
  4. Alle Hundeführer geben ihren Hunden das Kommando „bleib“ und gehen zum Startpunkt. T1 ruft seinen Hund ab. Die Markierung fällt und T1 darf arbeiten.

Dieser Übungsteil lief wirklich super. Kein Hund ist eingesprungen, alle haben eine schöne Fußarbeit gezeigt. Besonders gefreut habe ich mich über den Molch! Trotz vieler Hunde, fliegender Objekte und Warten!… war er ruhig und beim Abrufen konzentriert. Auch Pippin hat sein Gruppentraining mit Bravour gemeistert. Zwar merkt man, dass er das Markieren noch ein wenig üben muss. ABER…. Er sitzt wie eine eins, ist ruhig und geht sensationell bei Fuß… Das ist die Ursuppe und wenn das einmal sitzt, kommt der Rest fast von selbst.

Als abschließende Übung auf diesem Gelände veränderte der Werfer seine Position.

Nun war die Fallstelle etwas schwieriger. Die Flugbahn sehr gut zu sehen landete das Dummy zwischen kleinen Ästchen durch die sich der Hund „durchwursteln“ musste.

Das Dummy klar vor Augen sah man die Gehirnzellen von Pippin arbeiten …. Das soll ich holen? Na gut, … ganz vorsichtig zuppelte er das Dummy raus und lieferte brav bei Kathrin ab.

Dann wollten wir das Trainingsgelände wechseln. Von der platten Wiese wollten wir in den lichten Waldrand umziehen. Also packten wir das Equipment, die Hunde, die Passagiere ….. ähhh, wo waren denn unsere Zuschauer geblieben? Daniela und Justus schienen wie vom Erdboden verschluckt. Ich fuhr den Berg ab, den Weg runter ins Dorf….nix! Also nutzten wir die Zeit um uns zu stärken. Muffins und „Kirschmedizin“ schließlich mussten wir auf die Gäste und den (abhanden gekommenen) Justus trinken. Als Daniela mit dem Zwergel dann doch wieder bei uns eingetrudelt war….. zog unsere Karawane weiter.

Auch in diesem Gelände sollten wieder Markierungen gearbeitet werden. Für Gizmo und Fiene auch eine Doppelmarkierung. Bevor die Hunde aus dem Auto geholt wurden legten wir etwas abseits viele kleine Suchendummys aus. So sollte die Erwartungshaltung auf das Mark unterbrochen werden und stattdessen sollte gesucht werden.

Die Markierungen liefen bei den Jungspunden Nele und Pippin hier etwas „unwillig“. Die Gerüche des Waldes zogen die beiden sehr in ihren Bann und somit die Nase in Richtung Boden. Trotzdem lieferten beide auch hier nochmal gute Arbeit ab, suchten prima und hatten dann Pause.

Dann wollte ich mit Fiene noch mal ein „langes Mark“ arbeiten. Der Wald bot eine natürliche Schneise, die direkt auf einen Baum zu führte (was für eine doofe Beschreibung .. Baum im Wald). Der Werfer sollte sich in ca. 100 Meter links von der Schneise (nicht sichtig) aufstellen und nach rechts werfen. So war ein gutes Stück der Flugbahn zu sehen. Was ich nicht bedacht hatte… Die Hunde mussten einen Waldweg überqueren (Treckerspuren von den Forstfahrzeugen). Dieser Übergang zog sie entweder nach links – oder rechts vom direkten Weg ab.

Was soll ich sagen. Die Fiene donnerte los, lies sich kurz vom Weg abbringen, nahm Wind und hatte ihr Dummy im Fang! Ich war stolz wie Bolle und freute mich mindestens genauso wie mein Fienchen.

Zur Belohnung gabs nen dicken Schluck aus der Tube….. Baby-Kost von Happ oder Ilete püriertes Hühnchen oder Rindfleisch …. Da geht auch schlabbermäßig die Post ab.

Wir waren alle glücklich und zufrieden mit unserem Training. Zur Belohnung sollten die Schwarznasen noch ein wenig rennen dürfen. Und das taten sie. Sie flitzten, düsten, peesten an den Autos vorbei und Pippin schrabbelte mit seiner Pobacke direkt an die Autotür.

Es ertönte ein markerschütternder Schrei. Der arme Pippin flüchtete in die Arme seines Frauchens. Wir beruhigten den armen Kerl und untersuchten die Wunde… die blutete!! Um sicher zu gehen, fuhr Kathrin mit dem Unglücks-Labbi nach Gießen in die Tierklinik… von dort gab es Entwarnung. Nur ein Kratzer Loch. Kein Nähen, „nur“ Antibiotika! Dem Schutzengel sei Dank.

Eine weitere Ausführung und noch mehr Bilder von unserem Working MudBloodpaws Training gibt es im Molch-Blog.