Ein verzögertes Voran

Auf unserem heutigen Spaziergang hatte ich wieder unser „Einweisestäbchen“ und die Dummys eingepackt. An einer Stelle von wo aus Hannes (später) das Stäbchen gut sehen kann habe ich es platziert und zwei Dummys ausgelegt. Dabei hat er mich beobachten können. Dann haben wir unseren Spaziergang fortgesetzt. Haben im hohen Graß etwas Fußtraining gemacht und im weiteren Verlauf noch einige Male den Sitzpfiff geprobt.

Nach ca. 20 Minuten waren wir wieder am Ansatzpunkt angekommen. Hannes wurde auf das Stäbchen ausgerichtet und ging auf das Kommando Voran schnell und gerade raus. Entfernung ca. 80 Meter.

Das erste Dummy wurde aufgenommen und ohne Tauschen sofort zurückgebracht! Auch das zweite Dummy hat er schnell geholt und ohne irgendwelche Umwege zurückgebracht.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem schwarzen Knutschgesicht. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass er nach dieser für uns doch langen Zeit (20 Minuten) so schnell voran geht.

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Erstes Video von Hannes

Ja, nun wird also auch unser Hannes zum YouTube Star. Nachdem ich ja von unserem Einweise-Training berichtet habe, möchte ich heute nun unsere Fortschritte zeigen.

Hier ist das Training von heute.

Bei dem ersten „Sitz & Out“ Kommando höre ich mich etwas böse an *ups*. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass er beim ersten Mal eingesprungen ist. Da musste ich meinem Anliegen doch etwas mehr Nachdruck verleihen.

Unser 1. Training in 2010

So, dass Wetter wird und wird nicht besser und die Lust was zu Arbeiten immer größer.

Also haben Nadine und ich uns heute mit den 12 Pfoten auf den Weg gemacht. In einem nahegelegenen Wald haben wir in einem Gelände mit Versteckmöglichkeiten (Wurzel mit Hohlraum, umgestürzter Baum, Gestrüpp) Einige Dummys ausgelegt. Unter Anderem haben wir ein Pocketdummy unter der Wurzel versteckt und das Dead Fowl Dummy mitten ins Suchengebiet geworfen.

Bild 1 / Suchengebiet folgt!

Maya war als Erste dran. Aus dem Auto raus ging es ca. 25 Meter bei Fuß.  Dann konnte Maya zusehen, wie ich ein „Voran“  in ca. 35 Meter Entfernung auslegte. Hierbei war eine Geländeleitlinie in Form einer Schneise vorhanden. Es wurde keine Führerfärte gelegt!

Weiter ging’s bei Fuß zum Suchengebiet. Maya wurde geschickt, stolperte über die „Ente“ und hat sie erfolgreich ignoriert. Diese komischen Plastikdinger sind ihr einfach zu Wider. Schnell weitergesucht, Dummy gefunden und zurück. Bemerkenswert ist, dass Maya völlig ohne „Hier-Pfiff“ auskommt. Finden und sofort zurückkommen ist einfach selbstverständlich.

Dann ging’s bei Fuß zurück zu der Schneise und das „Voran“ wurde gearbeitet.

Ich hatte mich in der Zeit auf der gegenüberliegenden Seite des Suchengebiets aufgestellt und als Nadine mit Maya zurück war wurde hier eine gut sichtbare Markierung geworfen. Da diese nicht sofort gearbeitet werden sollte haben wir die Entfernung mit 25 Metern kurz gewählt.

Nach dem Markieren wurde der Hund um 180° gedreht und wieder in die Suche geschickt. Dummy gefunden, Hund „zurückgedreht“ und die Markierung gearbeitet.

Diese Übung wurde ein weiteres Mal durchgeführt allerdings war die Entfernung für die Markierung etwas größer.

Fazit Maya: Suche perfekt. Voran super. Merken von Markierungen ausbaufähig. Sobald im Frühjahr wieder Wiese zu erkenn ist werden wir die Entfernungen mit weißen Dummies noch mal richtig aufbauen. Tragen von „komischen“ Dummies muss gezielt geübt werden.

Dieselben Übungen wurden dann mit Cosma durchgeführt. Hierbei muss ich sagen, dass Cosma und das „bei Fuß Laufen“ keine Freunde mehr werden.  Aber 10 Jahre Schlamperei lassen sich halt nicht so schnell wieder ausbügeln.

Auch Cosma hat beim ersten Schicken in das Suchengebiet die Ente erfolgreich geblinkt **ggrr*. Das „Voran“ war kein Problem. Danach wurde die erste Markierung geworfen und Cosma danach in das Suchengebiet geschickt.  Schnell rein, Ente geschnappt und zurück. Ich glaube ich konnte ihre Gedanken lesen: „Dann nehm ich jetzt schnell dieses Ding, dann kann ich schneller das Mark arbeiten.“

Umgedreht, Apport und wie der Blitz sauber gearbeitet. Der Rest der Übung lief problemlos.

Fazit Cosma: Fußarbeit, Fußarbeit, Fußarbeit und Ruhe in den Hund bringen. Ansonsten gab’s heute nix zu mäkeln.

Und last but not least Hannes. Wie ein Flummi neben mir her. Bei Fuß sieht bei uns auch anders aus. Dummy-Tasche am Wegesrand stehen sehen und ab… erst mal gucken. Nadine im Wald entdeckt….hin, Klumpen irgendwas gefressen und dann konnten wir mit Arbeit beginnen.

Beim Auslegen des „Voran“ war Hannes schon gespannt wie ein Flitzebogen. Trotzdem ist er bei Fuß mit zum Suchengebiet gegangen (phu, erste Hürde geschafft). Rein, gesucht, gefunden und weitergesucht. Einmal laut unser Abbruchwort (EEEYYY) und ab da lief es wirklich gut.

Beim Arbeiten des „Voran“ hätte er beinahe einen Salto über das Dummy geschlagen so schnell war er unterwegs.

Auch der Rest der Übungen hat geklappt. Allerdings war ich bei der letzten Übung etwas übermütig (und mir war auch scheiße kalt..wollte schnell nach Hause) und so hat Nadine die letzte Markierung vom Weg aus geworfen. Hannes ab geholt und zurückgekommen. SCH…  Und nochmal dasselbe Spiel, mit demselben Ergebnis **ggrr** ärgere mich über mich selbst. Habe dann Hannes in die Suche geschickt und als er gestartet ist hat Nadine das Dummy noch mal ausgelegt.

Als Hannes aus der Suche zurück war habe ich ihn dann mit „Voran“ auf das Blind geschickt. Kein Problem.

Fazit Hannes: Steadiness **ggrr** , Fuß laufen verbesserungswürdig, Voran genial, Markieren und Merken super und mit dem Suchen war ich sehr zufrieden denn auch diesmal wurde nicht „gepinkelt“.

Und so sehen glückliche Wauzis nach dem Training aus:

Ja, nimm mich ... Süßer

Ja, nimm mich Süßer …

Hilfe, Spanner !!

Und kaum ist die holde Weiblichkeit entschwunden…..

erstmal schlummern…

so müüüüüüdeeee!

Grau Schnute ist auch fertig wie ein Plätzchen ;-)

Grau-Schnute ist auch fertig wie ein Plätzchen 😉

Was für ein gelungener Tag, wie ich hoffe für alle Beteiligten.

Mal sehen …

… vieviel Geduld mein Frauchen hat!?

Also heute stand unser allseits beliebtes Markier- und Steadiness Training auf dem Programm. Was soll ich sagen, es war besch…eiden.

Ich war ohne Helfer unterwegs. Darum habe ich für den Anfang Basisübungen gemacht um Hannes etwas zu konzentrieren.

Ich hab den Dicken also abgesetzt und habe mich ca 15 Meter von ihm entfernt. Dann hab eich das Dummy über meinen Kopf nach hinten geworfen. Langsam bin ich zu ihm zurückgegangen, habe ihn gelobt um dann mich wieder langsam (rückwärts) von ihm zu entfernen um das Dummy selbst wieder aufzuheben.

Das hat alles gut geklappt. Nach drei Durchgängen habe ich ihn dann das Dummy holen lassen.  Alles hat gefunzt bis zu dritten Dummy. Da man ja immer abwechslungsreich trainieren soll habe ich Hannes bei der dritten Runde geschickt, ohne dass ich neben ihm gestanden habe. Da wars passiert. Hin zum Dummy, geschnappt und nur geblödelt. Um mich rumgerannt. Kopf runter, Popo hoch, wie wild mit dem Schwanz gewedelt…

Geschlagene 4 Minuten habe ich ihn ignorieren müssen, bis ihm diese Faxen zu langweilig waren. **GRRRRR**!!!!!!

Also wieder von vorne. Zum Aufbau der Konzentration etwas Fußtraining. auch mal über Dummy laufen hat gut geklappt. Dann habe ich unser neues „Dead Fowl Enten Dummy“ ausgelegt für ein Voran. Hannes habe ich um 180° gedreht und eine Markierung geworfen. Dann wieder umgedreht und auf die Ente geschickt.

Schön das Kommando abgewartet, schnell raus …. und weg war er…. und kam nicht mehr in meine Nähe !!!!!!!

Habe meinen Krempel eingepackt, den Hund ignoriert und bin Richtung nach Hause gegangen. Der Dicke immer in einem Sicherheitsabstand von einem Meter hinter mir her.

Und dann kam uns Evita entgegen. Hannes hin, mit der Ente im Maul und die war jetzt etwas hinderlich. Er wollte sie ja auch nicht mit Evita teilen 😉 Also schnell zu Frauchen und das Ding in der Dummytasche verstauen lassen. Man hab ich gekocht!!

Aber wie das so ist, total cool geblieben, in mich reingebrüllt, den Hund in Gedanken zu Wurst verarbeitet und nach Hause gestiefelt.

Das letzte Mal als er solche Anwandlungen hatte hat nur die „Fütter-Methode“ geholfen. Füttern aus der Hand gegen guten Gehorsam oder nach getaner Arbeit … mach ich nicht gerne wirkt aber Wunder.

Wir werden sehen. Jetzt bin ich erstmal genervt.

Ein großzügiger Weihnachtsmann…

Also eins steht fest. Der Weihnachtsmann ist ein Dummy-Freund! In dem Geschenkesack waren ganz tolle Sachen, die sowohl Frauchen als auch die Wauzis glücklich machen.

Es gab ein Romneys Dummy 500g (die tragen die Schnuffis am liebsten!), ein Dead Fowl Dummy Ente groß, einen Bolting Rabbit Dummy (Flitsche-Dummy) und eine Hundedecke (warm-up-cape). Für Frauchens Outfit gabs einen Filzhut (nicht genau der…aber so in der Art) und eine Fleecjacke.

Ich war ganz schön geplättet. Offensichtlich hat sich der Familienkreis mit unserem Hobby abgefunden. Zu Anfang ist Frau ja doch ganz schön belächelt worden, wenn sie in dezentem moosgrün losgezogen ist.

Inzwischen sind alle wieder nach Hause gefahren und bei uns ist Ruhe eingekehrt. Die Süßen haben gestern und heute fast nur geratzt. Da haben die Pfötchen gezappelt und zwischendurch wurde gescharcht und gefiept.

Unsere Spaziergänge waren dank des Feiertags einsam und so konnten wir den strahlenden Sonnenschein genießen. Leider ist die Kamera derzeit unauffindbar (ich sollte das Aufräumen lassen :-)) aber das Haus verliert ja nix und so werde ich wohl bald einige neue Fotos von den Süßen auf diese Seite und auf unsere HP setzten können.

Für morgen habe ich mir eine kleine Trainingseinheit vorgenommen. Mit beiden Hunden wird Voran trainiert und einige kurze Steadiness Übungen gemacht. Diese aber nicht so lange, damit sich die beiden nicht den „Mutz“ abfrieren.

Die Übungen versuche ich derzeit nach dem Arbeitshandbuch – Apportieren Schritt für Schritt durchzuführen, um zu sehen, auf welchen Wissenstand wir uns tatsächlich befinden. Für mich wird wichtig sein zu sehen, ob manches eher Zufall ist oder ob die beiden wirklich verstanden haben, um was es geht.

Das Arbeitshandbuch besteht aus drei Teilen und ich kann es nur empfehlen. Mein größtes Problem ist dabei nur, dass es mit den Helfern immer etwas schwierig ist. Nadine und ich müssen immer länger im Voraus planen und wenn ein Dritter helfen muss wirds schon schwierig. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf… Wir leben hier halt im Retriever-Niemandsland. Nicht das es nicht jede Menge Labbis und Golden gäbe … nein, aber die haben alle mit Dummy-Arbeit nix am Hut.

Die nächsten Bezirksgruppen des DRC wären für uns in Kassel bzw. in Frankfurt beides jeweils Fahrtstrecken von über 100 Km. Da kann ich wirklich nicht jede Woche hinfahren. So schaue ich einfach weiter in div. Foren ob ich nicht doch noch in der Nähe jemanden mit dem selben Hobby finde.