Testbericht – Wolters Tele-Silent

Anfang Februar habe ich mich als Produktester für das Wolters Tele-Silent Erziehungshalsband beworben und am 25.02. erhielten wir per Mail die Zusage.

Ich hatte schon vor einigen Wochen das Training mit Hannes wieder aufgenommen. Seit der Kastration im Oktober war sein Verhalten gegenüber anderen Hunden und dort speziell an der Leine zwar besser geworden aber von „entspannt“ sind wir noch meilenweit entfernt. Auch seine Ansprechbarkeit ist deutlich besser geworden. Dies sind nun Umstände, unter denen auch wieder ein Lernen möglich zu sein scheint.

Da jede Medaille zwei Seiten hat, so hat auch diese eine negative. Im selben Maße wie sein Verhalten in dem einen Zusammenhang besser wurde fing er auf einmal an, in der direkten Umgebung unseres Hauses, abzuhauen. Er kontrollierte die Nachbarsgärten und fraß alles auf, was er nur finden konnte. Hasenfutter, Meisenknödel und anders Vogelfutter. Er belästigte die Nachbarn und ließ sie nicht mehr abrufen. Es spielten sich regelrechte Verfolgungsjagten in unserem Wohngebiet statt und wir können froh sein, dass dem Dicken wirklich keiner lange böse sein kann.

Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit bis auch der netteste Nachbar dieses Verhalten nicht mehr lustig findet. Spätestens, wenn das Sonntagsgrillgut im Labbi verschwunden ist. Ein gezieltes Training musst also her.

Die erste Maßnahme war wie immer die Schleppleine. Seit Monaten nicht mehr in Gebrauch wurde sie nun wieder aktiviert. Dann noch Klicker, Futterbeutel, Leckerchen und die Leberwurst-Tube. So bereitete ich Hannes schon mal drei Wochen auf die eigentliche Testphase mit dem Tele-Silent vor. Hier-Pfiff mit sofortiger Belohnung aus der Leberwursttube. Sitzen und Warten mit belohnen aus dem Futterbeutel. Herstellen von Blickkontakt (nach Aufforderung) mit Klick und Lecker.

In diesen Wochen haben wir uns ein recht stabiles Gerüst wieder erarbeitet. Nur so konnte ich sicherstellen, dass er auch tatsächlich versteht – richtig = Belohnung, falsch – Vibration / Ton.

Und dann kam es an.

Wolters

Wolters Tele-Silent mit Fernbedienung (Reichweite bis 50 m) unterbricht durch einem unschädlichen, schmerzfreien Ton oder eine Vibration unerwünschtes Verhalten beim Hund. Der Hund wird durch die Unterbrechung ansprechbar für den Hundeführer und dieser kann auf das Verhalten einwirken, ohne dem Hund Angst zu machen. (Quelle: Produktverpackung des Tele-Silent)

Zum Bewerten stehen mir folgende Noten zur Verfügung: 1 = schlecht, 2 = geht so, 3 = zufriedenstellend, 4 = gut, 5 = ausgezeichnet

Außerdem wurde vom Hersteller Wolter eine Angabe „pro/contra“ gewünscht.

Nun also zu den Fakten:

Zu bewertende Rubriken

Benotung

Pro

Contra

 

Handhabbarkeit

Halsband 4, Sender 3

 – das Halsband ist schnell eingestellt

– einfaches Verschlussystem

– kein unnötiger Schnickschnack

– dank Kabel keine Batterien und kinderleicht aufzuladen

 – das Senderbändchen könnte ein eng anliegendes Spiralband sein. Der Sender „baumelt“ dann nicht so.

Funktionalität u. Wirkung*

Funktionalität 5, Wirkung 3

 – auf 50 m funktioniert das Halsband in beiden Funktionen absolut zuverlässig

– auf drei Stufen einstellbar

– leicht zu reinigen

– Spritzwasserschutz – funktioniert!

– Ton nicht schrill – unterbricht Verhalten

– Vibration nicht wirklich störend *

Qualität u. Verarbeitung

Qualität 5, Verarbeitung 5

 – stabiles System

– einfach zu reinigen

– keine scharfen Kanten an Empfänger oder Sender

Zufriedenheit

4

* Wirkung: Da mein Labbi bisher wirklich durch nichts nachhaltig zu beeindrucken war, wunderte es mich nicht, dass ihn auch das Vibrieren am Hals nicht wirklich störte. Er hat einen sehr „dicken Hals“ mit Unmengen von Fell. Ich fürchte es kommt nur ein „angenehmes Kitzeln“ bei ihm an, dass ihn nicht wirklich von dem ablenkt, was er gerade tut. Das mag bei anderen Hunden sicher anders aussehen.

Zusammenfassung:

Ich kann sagen, dass ich mit den Möglichkeiten die mir das Tele-Silent bietet wirklich zufrieden bin. Es ist leicht zu bedienen und von sehr guter Qualität. Die Funktion des Signaltons hat Hannes inzwischen damit verknüpft mich sofort anzusehen. Das klappt jetzt auch schon bei Hundebegegnungen an der Leine und darauf bin ich wirklich stolz. Leider hat bei uns die Vibration nicht den gewünschten Effekt aber das ist nicht weiter tragisch … wir arbeiten weiter mit dem Ton.

Mir persönlich ist aber besonders wichtig zu erwähnen und ich freue mich, dass es auch als Hinweis auf der Produktverpackung steht:

Das Halsband ist kein Ersatz für die übliche Hundeerziehung. Es kann nur ein Hilfsmittel sein!! Dessen sollte man sich immer bewusst sein, sonst tut man seinem Vierbeiner wirklich Unrecht.

Für Hundehalter mit wenig Erfahrung beim Thema „Timing bei Belohnung und Korrektur“ empfehle ich dringend den Gebrauch mit einem guten Hundetrainer abzustimmen und zu üben damit, wie in diesem Fall, die Korrektur im richten Moment gegeben wird. Nur so kann der Hund schließlich durch die Kette „Verhalten – Korrektur – Ersatzverhalten – Belohnung“ wirklich etwas lernen.

Ich bedanke mich bei der Firma Wolters Cat & Dog für die Bereitstellung des „Wolters Tele-Silent mit Fernbedienung“ und dafür, dass ich es auch behalten darf. wolters

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Unser Motto – *NIFF*

= Nothing is for free (Nix is umsonst)

Da mein Süßer derzeit der Meinung ist mir Alles freiwillig bringen zu müssen (Dreckklumpen, Stöckchen, Schneebatzen …) bis auf unseren Tennisball gilt derzeit oben genanntes Motto.

Wir haben in den letzten Tagen das „Schnelle Reinkommen“ trainiert. Neben Futter wollte ich ihn mit einem Tennisballwurf durch meine Beine belohnen und mit diesem im Fang machte Hannes dann sein eigenes Ding. Also haben sich die letzten Fütterungen wie folgt abgespielt:

Ich habe sein Futter in den Napf getan und bin mit ihm raus. Neben mir Sitzen – Ballwurf – WAAARRTTEEN – Apport und dann das Wichtigste – Zurückkommen und den Ball abgeben!

Bei den ersten Versuchen wollte mir der „Michel-Hund“ den Finger zeigen. Aber da hab ich mich einfach umgedreht und bin ins Haus gegangen. Er stand dann betröppelt in der Einfahrt! Er kam dann in die Garage und hat sich vor die Tür gesetzt (mit dem Ball im Maul) und hat auf mich gewartet.

Wieder raus (natürlich ohne Belohnung) und ein neuer Versuch. Nur dann, wenn er das Geforderte vernünftig ausgefürt hat, gabs eine Hand voll Futter.

Oft habe ich ihn für Sitzenbleiben belohnt und wenn er sehr gelassen war durfte er den Ball holen. Dann gabs fürs Zurückkommen den Napf.

Eine andere Übung war erst den Ball zu werfen und dann „Bei Fuß“ darauf zu zu gehen. Sich hierbei zu beherrschen fällt ihm viel schwerer als bei einem Dummy.

Das werden wir jetzt viele Monde weiterüben, bald auch mit mehreren Bällen.