Training vom 23.06.13

Teilnehmer:

  1. Ivonne mit Delphin
  2. Janina mit Baja und Candy
  3. Jens mit Gizmo
  4. Monika mit Anton
  5. Nadine mit Nele

Trainingspunkte:

  • Beginn des Trainings „in Ruhe“
  • Kontrolle des „Komm-Pfiffs“
  • Seitwärts (links) / Abstand zwischen Mensch und Hund vergrößert sich
  • Einzelmarkierung mit Zwischenaufgabe (Memory)
  • Einzelmarkierung im Team / Entfernung wird vergrößert

Beginn des Trainings „in Ruhe“. Was bedeutet das? Oder anders, wie beginnen wir unser Training denn sonst? Oder noch anders, wie komme ich mit meinem Hund in Kontakt?

Die Trainingsgruppe fährt mit den Autos bei uns vor. Wir quatschen kurz und fahren dann ins Gelände. Die Hunde kommen aus den Autos die Aufgabe wird erklärt und nacheinander arbeitet jedes einzelne Team sie ab. Meistens läuft diese Aufgabe nicht ganz so erfolgreich wie geplant ….  Ich übertrage diese Situation mal auf mich und mit was ich sie gleichsetzten würde ….

Der Wecker klingelt nicht. Jemand ruft Ivonne los, hopp ins Auto, ist gibt was ganz tolles !! Ich will das Tolle natürlich nich verpassen, strecke mich und düse los. Auf der Rückbank liegend kuschel ich mich zusammen und denke ich kann mich noch ein bisschen ausruhen. Kaum habe ich mich eingerollt geht die Autotür wieder auf und es geht los …. Auf die Plätze, fertig …. Tanze jetzt – Walzer !! Ich tanze gelegentlich mal ganz gern und Walzer – kann ja eigentlich jeder – Aber, so aus dem Kalten raus würden die ersten paar Minuten auch holprig aussehen. Beim Tanzen, genau wie bei der Arbeit mit unseren Hunden muss man sich nämlich auf seinen Partner konzentrieren.

Ich habe oft das Gefühl, das die Konzentration dadurch erreicht werden soll indem man zackige Unterordnungsübungen mit dem Hund macht. Außerdem beobachte ich oft, dass Konzentration eine sehr einseitige Sache ist. Wir Menschen fordern von unseren Hunden Konzentration auf uns und das Geschehen sind aber selbst oft sehr nachlässig was unsere eigene Fokussierung angeht.

Ich habe also alle Teilnehmer gebeten sich ein Plätzchen auf der Wiese zu suchen und nonverbal mit dem Hund in Aktion zu treten.

Mittels Körpersprache den Hund nah zu sich zu bringen, Blickkontakt aufzubauen und zu halten und dann ganz ruhig den Kopf, die Ohren und den Körper des Hundes abzustreichen.

Dieses „Abstreichen“ ist mir aus dem Buch „Besser kommunizieren mit dem Hund – von Anne Krüger“ bekannt und ist ein Baustein den ich in mein Training mit Fiene übernommen habe. Das Abstreichen erzeugt Entspannung und Kommunikationsbereitschaft. Ich will aber nicht verschweigen, dass man schon ein wenig üben muss, dass sich die Entspannung schnell einstellt.

Nach dieser Exkursion in andere Traingsansätze wieder der Sprung in die Ursuppe.

Ich hatte ja im Fiene-Blog von den Trainings-CD’s von Keith Mathews berichtet. Eine der, für mich, eindrücklichsten Übungen ist die für den Komm-Pfiff. Eine einfache Frage … Hat dein Hund den Hier-Pfiff verstanden? Jeder von uns hätte mit Sicherheit gesagt „Ja natürlich!“ Also machten wir den Test.

Wir stellten uns in einer Reihe auf. Der erste ließ seinen Hund sitzen und entfernte sich. Ohne sich wieder zum Hund umzudrehen wurde der Hier-Pfiff gegeben und alle, wirklich alle blieben sitzen ;). Wir wandelten die Übung etwas ab, machten noch zwei durchgänge und so hat jetzt wieder jeder von uns was neues auf den Spaziergängen zu üben.

Als Fortsetzung vom Training der letzten Woche stand wieder das seitwärts schicken auf dem Stundenplan. Diesmal wurde nach links geschickt.

  • Dummy wird mit dem Hund zusammen ausgelegt. Zurückgehen, Hund absetzten, sich gegenüber vom Hund aufstellen, schicken.
  • Hund am Startpunkt absetzten, Hundeführer legt Dummy aus. Entfernung zwischen Hund und Hundeführer vergrößern.
  • Dummy wird von einem nicht sichtigen Helfer ausgelegt. Entfernung zwischen Hund und Hundeführer wird erneut gesteigert.

Nun waren wir alle gut aufgewärmt und im Arbeitsmodus angekommen. Wir gingen in eine andere Ecke der Wiese um folgende Übung zu absolvieren:

  • Training23.06.(2)Das Team nimmt Aufstellung an P1. Der Werfer steht am Waldrand im hohen Gras und wirf die Markierung nach vorne auf die kurz gemähte Wiese. Dieses Dummy darf direkt gearbeitet werden.
  • Wieder steht das Team an P1 und das Dummy wird geworfen. Das Team dreht sich um 180° und geht zu P2. Dort wird sich zurückgedreht und der Hund auf die Markierung geschickt.
  • Diesmal steht das Team an P2 wenn die Markierung fällt. Drehung um 180° und Standortänderung nach P3. Dort wirft der Hundeführer ein Dummy als Verleitung auf die Wiese. Zurückdrehen und die zuerst gefallene Markierung arbeiten. Die Verleitung wurde nach dem Apport des 1. Dummys vom Hundeführer eingesammelt.

Eine gute Basisübung die man immer mal wieder einfügen sollte. Die Entfernungen kann man für jedes Team anpassen. Außerdem kann man die Standortveränderung später willkürlich wählen um es schwieriger zu gestalten und auch für die Verleitung können immer andere Winkel gewählt werden.

Nun zur Abschlußübung. Drei Teams stehen in der Mitte der Wiese. Der Werfer steht verdeckt hinter einem Gebüsch. Die Markierung fällt an einen markanten Punkt (am Hochsitz). Diesen Punkt waren die Hunde bereits mehrfach in dieser Trainingseinheit angelaufen und zwar beim seitwärts Schicken.

Training23.06.(3)Die Grafik zeigt die Übung sehr vereinfacht. Das Gelände ist leicht ansteigend zwischen P1 und P2 ist eine Kuppe danach steigt das Gelände weniger an.

  • Drei Teams stehen an P1 von diesem Punkt ist noch viel Flugbahn und auch der Fallbereich gut zu sehen. Entfernung ca. 60 Meter
  • Walk up nach P2. Hier befinden sich die Teams jetzt hinter dieser Kuppe. Bei der Markierung ist noch Flugbahn zu sehen, dar Fallbereich nicht mehr. Entfernung ca. 90 Meter
  • Walk up nach P3. Von der Markierung ist nur noch ein bisschen Flugbahn zu sehen. Entfernung ca. 120 Meter

Wow, das war knackig! Ich glaube jeder von uns kann heute zufrieden und auch stolz nach Hause fahren.

sm23 Baja: Sehr gut wie immer! Die beste Markierleistung bei der 120 Meter Markierung.

Baja – Konzentration

sm23Gizmo: War heute gut konzentriert, schöne Fußarbeit und auch eine gute Markierleistung. Wegdrehen und Fußposition einnehmen hat ebenfalls sehr gut geklappt.

Gizmo – Der Molch in Aktion!

sm23Nele: So sieht „freudiges Zurückkommen“ aus. Viel, viel besser als noch vor ein paar Wochen und auch die weiten Markierungen hat sie super toll gearbeitet.

Nele – Warten auf das „Out“

sm23Anton: Wenn ich an Antons ersten Besuch bei uns denke und diesen mit dem heutigen Training vergleiche haben wir einen Unterschied wie Tag und Nacht. Mustergültig in der Wartezone, ruhig am Bein wenn andere arbeiten, kein Startlaut … einfach klasse. Beim Arbeiten ist er natürlich noch nicht auf einem stabilen Stand aber dass ist ja auch normal. Weiter so ihr beiden!!!

Der „fliegende“ Anton

sm23Delphin: Endlich sind die Kopfbabys geboren, großgezogen und an die unsichtbaren Welpenkäufer übergeben! Ich hab sie wieder meine kleine Flitzmaus. Zuverlässig am Bein und die Markierungen wirklich gut. Jens sagte mir, dass sie bei der 120 Meter Markierung aufgehört hatte den Fallbereich abzusuchen und den Hang hoch guckte. Das konnte ich von meiner Position allerdings nicht sehen. Sie hat dann von selbst wieder angefangen zu suchen und das Dummy mitgebracht. Geli’s Strategie geht also auf…. schick sie da hin, wo sie dich nicht sehen kann… dann muss sie mit ihrem Problem selbst fertig werden – hat sie gemacht!

Fiene – Schalter für „flitzen“ wieder auf ON !

sm23Candy: … war einfach nur ….. par6

Candy – die Zuckerschnute

Den Bericht von Jens und Gizmo mit ganz vielen tollen Bildern gibt es HIER !

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