Aus „virtuell“ wird „real“ ….

am Donnerstag den 03.09.2009 um 19:32 Uhr habe ich meinen ersten Kommentar im Blog von Kathrin und (damals noch ausschließlich) Jamie hinterlassen. Zugegeben, es war keine große Kommunikation aber nachdem ich viele Monate lang bereits das Leben der beiden und die Trainingsaufzeichnungen im Besonderen verfolgt hatte, freute ich mich nun wirklich für die beiden, dass sie eine Startplatzzusage bekommen hatten.

Am 07.09.2009 erfolgte ein weiterer Kommentar auf den mir Kathrin antwortete. In den folgenden Monaten folgten Kommentare, Antworten und dann auch Email Konversation. Kathrin gab mir Tipps welche Programme man für die Trainingsaufzeichnungen nutzen kann und so war der Kontakt immer mal wieder vorhanden.

Es ist erstaunlich wie sehr man an dem „Hundeleben“ der Menschen teil hat und man sich mit freut, mit fiebert oder auch mit leidet. Irgendwann vergeht kein Tag an welchem man nicht nachguckt ob ein neuer Post online gegangen ist. Durch Kathrin habe ich auch auf dem virtuellen Weg Sarah und Frieda, das Ruby-Rudel (leider gibt es den Blog nicht mehr), Anke mit Muffin und Biscuit und nicht zu letzt Jens mit Gizmo kennen gelernt. Genau in umgekehrter Reihenfolge habe ich diese Menschen und ihre Hunde nun fast alle kennengelernt…

Jens und Gizmo sind schon lange echte Mudpaws, Anke war Gast beim 1. Spaß WT der Working Mudpaws und weitere Treffen sind geplant, Sarah mit Frank und Frieda waren auf Heimatbesuch und haben die Möglichkeit genutzt mal mit uns zu trainieren und jetzt……. ja, und jetzt stehen sie wirklich hier…… 10000 de km geflogen und gefahren steigen Kathrin mit Jamie und inzwischen auch Pippin hier bei uns vor dem Haus aus dem Auto …. Irgenwie unwirklich und doch so, als ob es das normalste von der Welt wäre. Wir müssen uns nicht gegenseitig vorstellen, wir nehmen uns in den Arm und sagen uns herzlich „Hallo!“, so als würden wir uns schon lange kennen …. Ein Dank an das WWW … nicht nur Gefahren lauern dort nein, auch viele neue Freunde !!!

Ein erstes Training wollten wir wagen. Zuerst gings in den Wald. Da Kathrin auch zu den „Alleintrainieren“ gehört (notgedrungen) standen natürlich Markierungen auf dem Plan.

Außerdem sollte gleichzeitig die Fußarbeit und die Standruhe gefestigt werden.

Ich wollte eine der Aufgaben des Nord-Cups nachstellen und wandelte diese etwas ab.

  • Vom Startpunkt aus beobachten die Teams wie eine Markierung mit Geräusch fällt. Team 1 bekommt die Aufforderung zu einem ca. 5 Meter entfernten Stäbchen zu gehen. Dort angekommen bekommt das Team die Freigabe und der Hund durfte das Mark arbeiten. Sobald das Dummy drin war sollte das andere Team zu Team 1 aufschließen. Von diesem neuen Startpunkt wurde nun erneut ein Mark geworfen, diesmal für Team 2 (an eine andere Stelle).

Das Training in diesem Gebiet war sehr aufschlußreich. Für Pippin war das Gelände einfach noch zu schwer. Der Wechsel von Licht und Schatten und auch die Entfernungen mit zum Teil nur schlecht sichtbaren Werfern…. das war noch zu viel für ihn. Kein Problem gehen wir später in ein anderes Gelände (Gegend haben wir ja genug hier)

Frieda hat super gearbeitet, wenn, ja wenn nicht ihre stetige Unruhe wäre. Wir versuchten es mit allen Tricks, Unterbrechung des Verhaltens, Ballschnuller aber wir sollten die Maus nicht wirklich in einen ruhigen Arbeitsmodus bekommen. Mehr und mehr verursachte dieser Umstand bei Sarah zuerst Unmut, Unlust und dann auch ein wenig Frust-Verzweiflung. Aber, ein schlauer Mensch hat mal gesagt… Emotionen gehören nicht an den Hund! Zumindest keine negativen.

Wir fingen an zu reflektieren. Und im Gespäch hatte ich das Gefühl, dass sich alles um Frieda dreht. Wie können wir sie dazu bringen, hiervon abbringen…… alle Konzentration lag auf Frieda! Schluß damit! Alle Konzentration sollte auf Sarah liegen. Sie sollte sich in sich zurückziehen und genau auf ihre Körpersprache achten. So wenig Kommunikation und Ansprache wie möglich. Im übertragenden Sinne sollte Frieda sich um Sarah drehen und nicht umgekehrt.

Es folgten Fußarbeit in totaler Stille. Wegdrehen von Markierungen. Frank simulierte einen Richter, stellte sich schräg hinter Sarah und ich warf Markierungen. Frank machte komische Geräusche, gab Anweisungen an mich das Dummy wieder einzusammeln, hustet, oder tippte Sarah auf die Schulter und Frieda durfte arbeiten.

Immer weiter und immer neue Komponenten kamen für Frieda hinzu. Sie war toll und fokussierte sich zunehmend auf Sarah. Wenn die Übung erklärt wird sollte man alle Zweifel ausschalten und genau vor Augen haben, wie diese im Ganzen aussehen soll… und dann geht es los. Auch wenn es uns, die wir unsere Vierbeiner ja sehr lieben widerstrebt sie nicht zu berühren, sie nicht anzusprechen, nicht zu loben, so ist es genau diese Art von Minimalismus, der vielleicht bei Frieda zum Erfolg führt. Gelobt wird am Schluß und dann aber volle Lotte 🙂

Es ist schwierig alles zu dokumentieren, was wir dort gemacht haben aber … es war anstrengend…..

Im neuen Gelände spielten Kathrin und Pippin dann ihren großen Trumpf aus. Markieren, ja dass muss der Ritter noch ein bisschen Üben aber Voran gehen … dass kann er!

Wir waren im Trainingsgelände 3 und schickten die Hunde durch die Senke. Am Fixpunkt waren am Schluß auch einige Suchendummys unter Laub versteckt und auch die hat Pippin mit großer Sicherheit gefunden. Das nächste Highlight ist wirklich die Fußarbeit… der Oberhammer und wie ich inzwischen aus berufenem Munde weiß fand auch Angelika diese wirklich sehr gut!

Auch Frieda erarbeitet sich diesen Fixpunkt

Der Abschluß bildeten eine Anti Tausch Übung für Pippin und ein nochmaliges Voran auf den bekannten Fixpunkt aus der Linie heraus.

Diese letzte Übung meisterten alle wirklich klasse. Es war ein schöner Tag ihr lieben, nicht mehr nur virtuellen, Freunde. Ich freue mich auf die kommenden Treffen.

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3 Kommentare zu “Aus „virtuell“ wird „real“ ….

  1. Ja, eigentlich Wahnsinn, oder? Wie lange wir schon voneinander lesen und miteinander mtifiebern und wie lange es gedauert hat, bis wir uns endlich getroffen haben – und dann geht`s plötzlich ganz schnell und es ist, als hätte man sich schon ewig gekannt 🙂 Ich fand`s einfach toll und freue mich schon wieder auf das nächste Mal!

  2. Pingback: Proof of Life « Life of Frieda

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