Wassertraining bei den WMp’s

Das erste Wassertraining der Working Mudpaws.

Nun ist es also soweit. Die Trainingsgruppe trifft sich das erste Mal am Wasser. Da ich selber mit meinen Hunden noch nie ein gezieltes Wassertraining gemacht habe, und in den diversen Trainingsbüchern dies auch nicht wirklich gesondert abgehandelt wird habe ich mich im „grünen Forum“ auf die Suche gemacht. Ich konnte mich erinnern in einem Thread von Christine Grimm einen Trainingsbericht mit Wasserarbeit gesehen zu haben.

Das musste ich dann für unsere Gruppe umbasteln denn, wir sind alle auf unterschiedlichen Ständen:

  • Candy                         ICH will!
  • Baya                            ICH will aber auch!
  • Lotte                           UND was ist mit mir ???
  • Nele                            Mir ists egal.
  • Fiene                           Macht IHR nur, Hauptsache ich muss nicht da rein … hab nämlich … die Haare schön 😉

Wie soll man das nun unter einen Hut bekommen? Als erstes haben wir uns einen geeigneten Anfängereinstieg gesucht. Also auch „Fiene-Schisshase-freundlich“. Alle bauten ihre Warteplätze auf und Ich präparierte ein Dummy mit einer Schleppleine. Schon in diesem Stadium war zu erkennen, dass Lotte ziemlich aufgedreht war. Es wurde also gezielt „Ruhe“ belohnt. Immer wieder wurde Lotte für ruhiges Liegen (in der Nähe der Wasserkante) gecklickt . Zwischendurch gabs Fußtraining und wieder eine Einheit in der Wartezone. Ich habe immer mal wieder das Dummy in Wasser geworfen und an der Schleppleine wieder reingeholt. Irgendwann saß Lotte wirklich ruhig auf ihrem Popo und konnte geschickt werden.

Und dann gingen die Schwierigkeiten los! „Startlaut“ und zwar ziemlich laut. Beim zweiten Versuch wiederholte sich das….. Was tun? Da ich mir keinen wirklichen Rat wusste dieses Problem zu vermeiden, bzw. wie man es abtrainiert beendeten wir das Apportieren für Lotte und ich versprach mich „schlau“ zu machen.

In der Zwischenzeit war auch Janina mir Candy und Baya angekommen und Janina hatte zuerst ihre liebe Not, die beiden Wasserverrückten halbwegs zu beruhigen. Es gelang tatsächlich nur „Halb“ den mit Baya war nicht wirklich etwas anzufangen an diesem Tag. Sie war einfach nicht zu beruhigen oder in Konzentration zu bringen. Mit ihren Augen überall hibbelte und fiepte sie sich in Extase und Janina blieb nur die Möglichkeit sich immer weiter von der Wasserkante und dem Ort des Geschehens zu entfernen.

Mit Candy lief es bedeutend besser. Mit einem Kurzführer gesichert ließ sie sich gut nach einem „Schleppleinen-Dummy-Platscher“ von der Wasserkante wegdrehen und hat problemlos eine Markierung gearbeitet. Auch die Wasserapporte waren ausgesprochen gut.

Während ich die ganze Zeit am Ufer stand und das Dummy ins Wasser warf lag die Fiene-Maus bei mir und ….. war soooooo steady. Aber wie gesagt…. Hauptsache ich muss da nicht rein!

Trotzdem finde ich es immer wieder bemerkenswert, dass sie arbeitende Hunde mit so einer großen Gelassenheit ertragen kann.

Jetzt kam das Nelchen an die Reihe. Nun ist die Maus ja wirklich noch sehr jung und in diesem zarten Alter soll man mit dem Hund nicht zu viele Steadiness Übungen machen, da man ihm dadurch 1. dass schnelle Rausgehen und 2. das Apportieren an Sich vermiesen kann. Darum wurde Nele von Nadine ins „Fuß“ genommen, ich habe das Dummy platschen lassen und die beiden haben sich sofort von der Wasserkante weggedreht und ein wildes Spiel begonnen. Noch ein zweiter Durchgang und das Wassertraining für Nele war beendet. Die Zeit in der Wartezone hat sie wirklich gut gemeistert obwohl sie die gelegentlichen Fieper von Lotte und die sehr unruhige Baya doch auch ein bisschen nervös gemacht hat.

Janina und ich haben dann versucht Baya doch noch in einen „Traingnsmodus“ zu versetzten. Dies ist uns allerdings nicht gelungen und so durfte die schwarze Rübe nur einmal zeigen, was sie drauf hat. Dann nämlich, als Fiene ein Dummy nicht holen wollte. *UPS Mir war das Dummy mit samt Schleppleine in die Fluten gestürzt und da Fiene schon die ganze Zeit am zuschauen war dachte ich … Dann soll sie jetzt auch mal… Pustekuchen!! An der Wasserkante rumgegurkt, nun langen Hals gemacht aber nicht rein gegangen. Schei…benhonig!

Es ist also nicht verwunderlich, dass sich Fienes Training von dem der anderen dann deutlich unterschied. Meinen Platz am Wasser nahm nun Janina ein. Das erste Dummy wurde direkt an den Uferrand geworfen, sodass die Maus wirklich nur bis zum „Knie“ ins Wasser musste. Das nächste war dann ein bisschen weiter und beim dritten …. Wurde geschwommen!

Und wenn sie dann einmal richtig drin war ist es auch kein Problem mehr. Wir haben den Startpunkt dann weiter von der Wasserkante gewählt. Janina hat geworfen und die Maus düst los, springt in die Fluten und apportiert perfekt! Ohne Schütteln.

Dann habe wir alle unsere Mädels nochmal rumdüsen lassen. Candy, Baya und Lotte haben gezeigt, dass sie Wasser auch toll finden ohne dass wir Zweibeiner da Sachen reinwerfen. Nele ist mit am Ufer rumgeplanscht und auf einmal rutsch sie ab und schwupp …. Geschwommen…. So einfach ist das

Für mich war es ein Training, was vom Ablauf dringend verbesserungswürdig ist. Nachdem ich im „grünen Forum“ meine Frage bzgl. des Startlauts gepostet hatte bekam ich von Helmut und Maike auch gleich ein paar Tips wie man es besser machen kann. Danke nochmal an dieser Stelle für das schnelle Feedback.

  • Wartezone viel weiter vom Wasser weg.
  • Lotte nicht so lange auf den ersten Apport warten lassen
  • Steadiness am Wasser noch langsamer aufbauen
  • Startpunkt direkt an die Wasserkante legen und den Hund evtl. erst ins Wasser schicken und dann etwas werfen.
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4 Kommentare zu “Wassertraining bei den WMp’s

  1. Danke für den tollen Bericht und auch die ausführlichen Tipps am Ende. Ich erkenne ich Fiene viel von Frieda wieder – sie hat auch Probleme mit dem schnellen Einstieg an fremden Gewässern. Zwar siegt meist am Ende die Beutegier, aber das ein oder andere Mal musste ich schon sehr motivierend tätig werden. Aber wenn man Euren Bericht liest, ist es vielleicht leichter, dem Hund den Respekt vor dem Wasser langsam zu nehmen, als einen wasserverrückten Hund wieder unter Kontrolle zu bekommen…

    • Oh, das glaube ich auch. Ich bin mir auch sicher, dass wir unser „Problemchen“ schnell in den Griff bekommen. Ich bin wirklich froh, dass sie so ruhig ist und keinen Pieps von sich gibt.

  2. GsD war da der Molch nicht mit von der Party. Molche sind ja bekanntlich Wassertierchen und ich denke, der hätte dann noch mehr Unruhe reingebracht. Wasser ist schon ne ganz andere Geschichte.
    Mal sehen, wie es beim nächsten Mal klappt.

    • Wenn ihr beim nächsten Wassertraining dabei seid gehen wir an eine andere Stelle. Da können wir die Hunde über das Wasser schicken und auch die Wartezone besser einrichten. ….evtl können wir ja auch mal ein Training bei euch planen an der Fulde… da wo du die schönen Bilder immer machst.

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