Training am 16.04.2011 (1)

Heute waren wir gleich mit vier Teams am Start. Da Nele jetzt durchgeimpft ist durfte die Mini-Maus zum ersten Mal mit und ist nun offiziell ein Working Mudpaw. Und dann hatten wir noch ein Gastteam bestehend aus Kirsten und Cuna die hoffentlich jetzt öfter kommen.

Cuna ist Kirsten und ihrer besseren Hälfte im Urlaub zugelaufen von daher sind sowohl Alter als auch Rasse nur zu schätzen und ich glaube sie hat jede Menge Labbi abbekommen. Die beiden sind noch absolute Neulinge in der Dummyarbeit und deshalb wurden zuerst die Basics abgefragt. „Hier“, „Hier-Pfiff“ und Fußarbeit. Bei der Ballwurfbelohnung habe ich das gesehen, was für die Zukunft das Wichtigste ist. Beute und Bringtrieb sind ausgeprägt vorhanden. Zudem ist Cuna wirklich daran interessiert mit ihrem Frauchen zusammen zu arbeiten.

  • Auf Ruf hört Cuna bereits gut allerdings ist die Pfeife noch sehr neu und daher der Hier-Pfiff noch nicht konditioniert. Um diesen zu etablieren habe ich Cuna festgehalten und Kirsten hat sie abgerufen. In dem Moment wenn Cuna losstürmt kommt der Hier-Pfiff und dann die Belohnung. Das ist jetzt wirklich Fleißarbeit und sollte auf den täglichen Spaziergängen wiederholt werden. Eine zweite Übung um den „Hier-Pfiff“ extrem positiv zu belegen ist ihn bei der Fütterung einzusetzen. Cuna wird irgendwo in der Wohnung festgehalten während ihr Futter in den Napf kullert. Dann kommt der Hier-Pfiff …. Cuna kommt angedüst und erhält ihr Futter.
  • Fußarbeit … Leider ist es ja immer noch so, dass Fußarbeit mit so einer Art Strafexerzieren gleichgesetzt wird. Dabei kann es für den Hund (und auch fürs Frauchen) richtig Spaß machen. Hier liegt das Geheimnis in der Kürze der Übung. Viel Erfolg erzielt man auch, wenn man sich sowohl Gedanken über die Art (Qualität) der Belohnung als auch den Ort der Fütterung macht. Cuna geht rechts am Bein und wird immer mit der linken Hand belohnt. Das Futter kommt aus einem Futterbeutel, der links am Gürtel hängt. Diese Tatsachen führen dazu, dass Cuna zu weit nach schräg-vorne läuft …. sozusagen dem Leckerchen entgegen. Nina Miodragovic erklärt diese Zusammenhänge in ihrem Buch „So denkt ihr Hund mit“ einfach und sehr anschaulich.

Bei den meisten Hundeführern ist das Futter bei allen Übungen am gleichen Ort; in der rechten Tasche und / oder im Mund. Von dort wird es dem Hund gereicht. dies hat zur Folge, dass der Hund den Ort der Futterquelle sehen will und nach diesem drängt. Diese Tendenzen kann man ausnutzen und damit den Hund steuern.

Hier einige Beispiel:

Hunde, welche in der Fußposition zu weit vorlaufen oder schief nach rechts gehen, müssen mit der linken Hand aus der linken Tasche  – und nicht aus dem Mund- gefüttert werden. (bei Cuna direkt andersrum!!!)

Kleinere Hunde tendieren in der Fußposition dazu, Abstand zu haben, wenn das Futter im Mund gehalten wird (sie wollen die Futterquelle sehen); das Futter wird aus der linken Tasche gefüttert.

In der Frontposition (Vorsitzen) füttern wir aus dem Mund. Hunde, die fangen können: Spucken! Die anderen abwechseln mit der linken und der rechten Hand aus dem Mund füttern.

  • Wartezonen-Training Das ist etwas, was Cuna so noch gar nicht kennt und trotzdem hat sie das wirklich gut gemeistert. Es ist schon sehr schwer, mit unbekannten Hunden in einem Kreis zu liegen und einfach „Nichts“ zu tun.  Aber auch das ist ein wichtiger Baustein. Denn immer nach kurzen Übungen sollte der Hund sich auch entspannen können. 15 Minuten intensives Training ersetzten einen 40 Minütigen Spaziergang und das Wichtigste …. Hunde lernen in ihren Ruhephasen.

Ich hoffe sehr, dass wir unsere Neulinge nicht zu sehr geschockt haben. Es mag am Anfang tatsächlich etwas viel sein aber das Meiste kann man in den täglichen Gassirunden prima üben und dann startet ihr richtig durch, da bin ich mir sicher.

Fortsetzung folgt …..

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